Das Christophorushaus der evangelischen Kirche im Herdweg in Darmstadt wird abgerissen. 
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Das Christophorushaus der evangelischen Kirche im Herdweg in Darmstadt wird abgerissen.

Darmstadt

Sakrale Großbaustelle in Darmstadt

  • Andreas Hartmann
    vonAndreas Hartmann
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Die evangelische Landeskirche EKHN und die Darmstädter Südostgemeinde planen gemeinsam ein kirchliches Zentrum.

Landauf, landab wird über die Umnutzung oder den Abriss von Kirchen diskutiert – die Darmstädter Südostgemeinde hingegen plant zusammen mit der Landeskirche EKHN den Neubau eines evangelischen Zentrums im Woogsviertel, Kirche samt Kirchturm inklusive.

Dafür muss allerdings das aus den 1960er Jahren stammende Christophorushaus im Herdweg abgerissen werden, wie die EKHN am Montag mitteilte. Von einem „mutigen Schritt“ spricht die Kirchenverwaltung selbst. Für die gefällten Gehölze würden 18 neue Bäume gepflanzt.

Der „wegweisende Neubau“ umfasst nach den Planungen des Darmstädter Architekturbüros Soan-Architekten knapp 4000 Quadratmeter Fläche. Neben der Kirchengemeinde sollen künftig auch zwei landeskirchliche Einrichtungen den neuen Standort nutzen, das bisher in Friedberg arbeitende aus verschiedenen „Zentrum Seelsorge und Beratung“ sowie das „Zentrum Bildung“, das seinen Sitz bisher in der Erbacher Straße in Darmstadt hat.

Die Gesamtbaukosten betragen nach Angaben der EKHN für die beiden Arbeitszentren 8,3 Millionen Euro und für die Gebäude der Kirchengemeinde 3,6 Millionen Euro. Mit den vorbereitenden Arbeiten wird im März begonnen, Spatenstich soll dann im Mai sein. Fertig wird der Neubaukomplex nach bisherigen Planungen im zweite Quartal 2022. Als erstes wird ein neues Pfarrhaus in Holzbauweise errichtet, das die Kirchengemeinde dann als Zwischenlösung nutzen kann.

Für die Gemeinde gehe damit eine lange Durststrecke zu Ende, sagt die für das Projekt verantwortliche Kirchenbaudirektorin Margrit Schulz. Großer Sanierungsbedarf und hohe Betriebskosten hätten die Idee befördert. „Es ist ein wegweisender Neubau, weil er finanzielle Herausforderungen, ökologische Belange, ein variables Gebäudekonzept und zeitgemäße Architektur vereint.“ 

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