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Rund um die Gleise wird gebaut

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Ab Samstag ersetzen Busse die Bahnlinien in Darmstadts Süden. Denn am Schienennetzt wird gearbeitet. Durchschnittlich zehn Millionen Euro investiert die Heag in jedem Jahr in den Erhalt und die Modernisierung ihrer Straßenbahn-Infrastruktur.

Auch in diesem Jahr nutzt Heag-Mobilo die verkehrsärmere Zeit in den Sommerferien, um das Schienennetz auf den neuesten Stand zu bringen. Diesmal sind gleich fünf Baumaßnahmen in Darmstadt geplant. Sie betreffen die Nord-Süd-Strecke mit den Straßenbahn-Linien 1, 6, 7 und 8. Deshalb fahren ab Samstag, 25. Juli, zwischen Luisenplatz und der Endhaltestelle „Alsbach, Am Hinkelstein“ Busse statt Bahnen.

Weiter ausgebaut wird das Rasengleis entlang der Heidelberger Landstraße. Dort werden ab Samstag nun die letzten Lücken geschlossen. Außerdem werden nicht mehr benötigte Weichen ausgebaut. Das grüne Gleis erstreckt sich dann von der Haltestelle „Marienhöhe“ bis kurz vor die Haltestelle „Wagenhalle“ – insgesamt sind das 2,5 Kilometer. Seit Baubeginn im Sommer 2011 ist dabei 15 000 Quadratmeter neue Rasenfläche entstanden.

Geplant ist neben einer Anpassung der Fahrleitung auf dem Betriebshof Frankenstein vor allem der barrierefreie Ausbau weiterer Haltestellen. Auf der Agenda stehen die drei Stationen „Landskronstraße“, „Friedrich-Ebert-Straße“ und „Bickenbacher Straße“ in Jugenheim. Im Heag-Streckennetz erfüllen inzwischen 115 der 162 Straßenbahnhaltestellen – also 71 Prozent – die Standards der Barrierefreiheit.

Zuschuss für Barrierefreiheit

Durchschnittlich zehn Millionen Euro investiert die Heag in jedem Jahr in den Erhalt und die Modernisierung ihrer Straßenbahn-Infrastruktur. Zwar steigen seit Jahren die Fahrgastzahlen, jedoch decken die Fahrgeldeinnahmen diese hohen Kosten nur zum Teil.

Anders als bei Neubauprojekten gibt es zudem für die Instandhaltung bestehender Infrastruktur keine Zuschüsse. Lediglich für Neubaumaßnahmen wie den barrierefreien Ausbau der Haltestellen erhält Heag Mobilo Unterstützung durch Fördermittel des Landes Hessen.

Ein Ende der Sanierung ist für das Unternehmen nicht absehbar. „Mehr als die Hälfte unserer Gleise ist älter als zwanzig Jahre“, sagt Heag-Mobilo-Geschäftsführer Matthias Kalbfuss. Er rechnet auch für die kommenden Jahre mit erheblichen Kosten für die Instandhaltung.

Die Arbeiten erfolgen montags bis freitags zwischen 6.30 und 20 Uhr, punktuell samstags zwischen 6.30 Uhr und 16 Uhr. „Die beauftragten Firmen sind angewiesen, die Arbeiten so leise wie möglich durchzuführen“, versichert Heag-Mobilo Sprecherin Silke Rautenberg. (ers)

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