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Der Rummel kann beginnen

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Der Ventilator hängt schon mal: Mit dem Aufbau der Festhalle Hausmann auf dem Karolinenplatz geht’s voran.
Der Ventilator hängt schon mal: Mit dem Aufbau der Festhalle Hausmann auf dem Karolinenplatz geht’s voran. © André Hirtz

Die Vorbereitungen für das 66. Heinerfest in Darmstadt laufen. Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung am Donnerstag, 30. Juni, im Herrngarten. Es gibt ein vielfältiges Kulturprogramm.

Freitagfrüh, blauer Himmel, 30 Grad im Schatten. „Wir kriegen langsam Heinerfest-Wetter“, sagt Hans-Joachim „Little“ Klein und freut sich. Mit der Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner, Sabine Welsch, hat Klein das Programm des 66. Heinerfests vorgestellt. Wobei es weniger die Veranstaltungen sind, die jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende mehrere hunderttausend Menschen in die Darmstädter Innenstadt ziehen. Hauptsächlich ist das Fest für waschechte Heiner die wichtigste Gelegenheit, aus allen Himmelsrichtungen anzureisen und alte Freunde zu sehen.

Was nicht heißen soll, dass auf dem Fest nichts geboten wird. „Wir bauen unser Programm ständig aus“, sagt Welsch. „Und jedes Jahr gibt es neue Besonderheiten.“ Diese stellt Präsident Klein auszugsweise vor, nachdem er die vier Grundlagen des Fests aufgezählt hat: allen voran natürlich der Heimatverein, der das Fest „von Bürgern für Bürger organisiert“, dann die Schausteller, „die in jedem Jahr mit neuen Ideen glänzen“, drittens Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und EAD, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen und schließlich die Kooperationspartner, die das Rahmenprogramm fördern.

Und das kann sich sehen lassen mit Veranstaltungen in der Stadtkirche (Musical „Fame“), im Polen-Institut (Lesung, Gedichte, Satire), im Schlossgraben (Heinertreff, nostalgisches Kinderfest), im und vor dem Darmstadtium (Kometenjäger „Rosetta“ und Forum Straßentheater), im Herrngarten (Tanzfestival), auf dem Georg-Büchner-Platz (Open-Air-Konzert), dem Luisenplatz (Circus Waldoni) und dem Friedensplatz („Allerweltstreff“).

Zehn große Fahrgeschäfte

Nicht nur Heiner treffen sich auf dem Fest und feiern sich „und ihre Mundart“ (Klein), auch Gäste aus den Schwesterstädten reisen an und bringen neben Spezialitäten auch ein Kulturprogramm mit. Wichtig ist auch der Sport. Es werden Basketball, Rollhockey, Golf und Football gespielt, es wird gefochten, getanzt und Rollschuh gelaufen.

Fast vergisst man, dass es noch den Festrummel selbst gibt. 1000 Schausteller haben sich um einen Stellplatz beworben, 200 haben ihn bekommen, darunter zehn große Fahrgeschäfte. Neuheiten sind „Alex Airport“, ein transportables Riesen-Kettenkarussell und „Konga“, die einzig voll klimatisierte Riesenschaukel der Welt“.

„Wir sind das vielfältigste Fest Deutschlands“, sagt Präsident Klein nicht ohne Stolz. Ein Fest, das fast ausschließlich von Ehrenamtlichen organisiert wird. Aus einem kleinen Grüppchen ist ein 400 Mitglieder starker Förderverein geworden, der rund ums Fest aktiv ist und fast ein Jahr lang auf die Beine stellt, was die Besucher ab Donnerstag erwartet.

Ganz ohne professionelle Hilfe geht es dann aber doch nicht, vor allem was die Sicherheit der Besucher betrifft. „Wir haben die Möglichkeit, das Fest zu entzerren“, sagt Klein. „So können wir Engpässe wie bei anderen Festen vermeiden.“ Trotzdem habe es intensive Gespräche mit der Polizei gegeben. „Sie ist sensibilisiert“, erklärt Klein. Beruhigend, wenn er noch hinzufügt: „Wir haben alles im Griff.“ (an)

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