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300 Studierende kamen zur Vollversammlung und stimmten für Klimazielen an der Uni. 

Protest

Resolution für Klimaschutz an der Uni

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TU-Studierende erklären sich solidarisch mit „Fridays for Future“. Die Schüler sind auch in den Ferien für das Klima aktiv.

Dreiviertel des Speiseangebots in der Mensa der Technischen Universität (TU) Darmstadt soll künftig vegetarisch sein. Das steht in einer Resolution, die die Studentische Vollversammlung am Montag beschlossen hat. Gleichzeitig solidarisieren sich die Studierenden mit den Forderungen der Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) und fordern unter anderem, dass die TU klimaneutral wird und ihre Forschung und Lehre ökologisch ausrichtet. Zur Vollversammlung kamen laut FFF-Sprecher Silas Bug 300 Leute. Gegenüber der aktuellen Situation in der Mensa sei die Quote an vegetarischen Gerichten „ein starkes Signal“, denn im Moment sei der größere Teil der warmen Gerichte sehr fleischlastig.

Die neugegründeten „Scientists for Future Darmstadt“ und Vertreter von „Fridays for Future Darmstadt“ hielten Vorträge im Audimax. So viel zum Vorurteil, die Schülerbewegung würde in den Ferien nichts machen und die Klimastreiks nur als Vorwand zum Schuleschwänzen nutzen. Während der Ferien seien viele Veranstaltungen und Vorhaben zu organisieren, wozu man während der Schulzeit nicht komme, sagt Vivien Zeidler der FR. Die 18-Jährige ist wie Bug eine der treibenden Kräfte im gut 30-Köpfe-starken Organisationsteam.

„In Darmstadt machen wir mit den wöchentlichen Streiks Pause, damit wir uns zu Großdemonstrationen, etwa in Frankfurt, sammeln können“, sagt Zeidler. Auch den Sommerkongress in Dortmund, zu dem Tausende Aktivisten erwartet werden, wolle man unterstützen.

Als „ziemlich lächerlich“ bezeichnet Bug im Gespräch mit der FR die Aussage von Kultusminister Alexander Lorz (CDU), die Schüler sollten mit ihren Streiks aufhören, da das Thema Klimaschutz in der Politik angekommen sei. „Von unseren Forderungen wurde überhaupt noch nichts umgesetzt“, sagt Bug. Zwar habe man jetzt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, doch das sei nur der erste Schritt. Derzeit bereiteten die Darmstädter Schüler Forderungen vor, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden könnten, so Bug. Dabei arbeite man auch mit der Transition-Town-Bewegung zusammen. Zu den Details wolle man sich nach den Ferien äußern.

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