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Resolution für Feuerwehr-Schulungszentrum

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Kreisverband will mehr als einen Ersatz für veraltete Atemschutzanlage.

Fast 100 Delegierte und etliche Gäste waren zur Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Darmstadt-Dieburg im Klein-Umstädter Bürgerhaus zusammengekommen.

Die Mitglieder verabschiedeten einstimmig eine Resolution, mit der ein modernes Schulungszentrum für die Feuerwehren im Kreis gefordert wird. Kreisbrandinspektor Ralph Stühling (KBI) nahm unter anderem Bezug auf den Besuch des Innen-Staatssekretärs Werner Koch, der im Feuerwehr-Stützpunkt Dieburg Gespräche geführt hatte. Dort wird im Keller die 1976 eingerichtete Atemschutz-Übungsanlage für alles Feuerwehren des Kreises betrieben. Sie gilt als veraltet, aber wohin der Ersatz soll, ist unklar. Die Stadt Dieburg als Eigentümer hat sich bisher nicht dazu erklärt, ob sie den Stützpunkt sanieren oder an anderem Ort – möglicherweise zusammen mit Groß-Zimmern – ein neues Gebäude errichten lassen will.

Verbesserung der Ausbildung

Grundsätzlich zeigte sich der KBI zufrieden mit der Förderung des Landes für den Brand- und Katastrophenschutz, aber „es müssen auch mehr Maßnahmen des Brandschutzes in unseren Kommunen vom Land gefördert werden. Zahlreiche Fahrzeuge erreichen oder übersteigen das Zeitlimit von 25 Jahren. Bisher konnten nur drei bis vier Fahrzeuge pro Jahr gefördert werden. Schon in diesem Jahr stehen aber insgesamt zwölf Fahrzeuge auf der Prioritätenliste.“

Dem Thema Atemschutzanlage widmete Stühling einen längeren Absatz. Es habe eine Arbeitsgruppe gegeben, die ihre Arbeit 2015 abgeschlossen habe. Das Konzept sei allen Kommunen zugesandt worden und sei auch in den Bedarfs- und Entwicklungsplan des Kreises eingeflossen.

Sinnvoll ist es wohl, dieses Projekt mit der Forderung nach einer Verbesserung der Ausbildung zu verbinden. „Neben den weiteren Ausbildungsstandorten ist ein zentrales, modernes Ausbildungszentrum notwendig.“ Stühling nannte als Beispiele die Landkreise von Groß-Gerau, Main-Kinzig und Main-Taunus, wo es solche Zentren bereits gibt. Nach Abschluss seiner Ausführungen rief der KBI die Resolution auf, die diese Forderung mit einstimmigem Beschluss untermauert. Zusammengefasst: „Ein Standort muss her, eine Bauplanung muss her.“ „Die Resolution ist gut, ich weiß allerdings noch nicht, wo wir das Geld dafür hernehmen“, beschied Landrat Klaus Peter Schellhaas als Gastredner die Forderung nach einem Ausbildungszentrum. (eda)

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