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Region und Stadt wollen ICE-Halt

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Der Darmstädter Hauptbahnhof soll an das ICE-Netz angebunden werden, fordern Stadt und Region Südhessen in einem Schreiben an Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Es bleibt dabei: Der Darmstädter Hauptbahnhof soll regulärer ICE-Halt werden. Die Region Südhessen hält diese schon seit Jahren erhobene Forderung auch im Hinblick auf neue Planungen zur Schnellbahnstrecke Frankfurt – Mannheim aufrecht. Die Stadt Darmstadt und die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und Odenwald haben diese Forderung in einem gemeinsamen Positionspapier formuliert und dieser Tage Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) vorgetragen.

Danach soll es neben der Vorzugstrasse der Bahn AG, die westlich an Darmstadt vorbeiführt, eine zusätzliche Anbindung des Hauptbahnhofs geben. Sie wird erreicht durch eine Verbindungskurve nordwestlich des Hauptbahnhofs; auf der anderen Seite ist eine Spange zwischen der Main-Neckar-Bahn und der Neubaustrecke südlich von Pfungstadt vorgesehen. Die Weiterführung des ICE-Verkehrs auf der alten Bergstraßenstrecke bis Heidelberg wird von der Bahn AG abgelehnt.

Auch die Kreise sind sich einig

„Dies ist die gemeinsame Position der Stadt Darmstadt und der umliegenden Kreise“, betonte gestern Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). „Im übrigen waren an der Erarbeitung des Papiers auch die betroffenen Kommunen intensiv beteiligt, Pfungstadt eingeschlossen.“ Partsch hatte das südhessische Konzept in Wiesbaden gemeinsam mit den Landräten Klaus-Peter Schellhaas (SPD), Matthias Wilkes (CDU), Thomas Will (SPD) und Dietrich Kübler (parteilos) vorgestellt. Eingebunden ist zudem die Industrie- und Handelskammer.

Die Forderungen Südhessens betreffen nicht nur die ICE-Anbindung des Hauptbahnhofs. Das Konzept sieht darüber hinaus vor, dass der Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse nachts über die geplante Neubaustrecke geführt wird, was Darmstadt und die Orte an der Bergstraße deutlich vom Schienenlärm entlastet. Um dies zu ermöglichen, soll die Neubaustrecke mit einer Kurve an die von Mainz kommende Ludwigsbahn angeschlossen werden.

Drittens erhofft sich die Region eine generelle Stärkung des Schienennahverkehrs, wenn der Fernverkehr vor allem über die Neubaustrecke läuft.

Wiesbaden hatte die Region zuvor aufgefordert, zur „Korridorstudie“ Stellung zu nehmen, die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben worden war. Das Gutachten, in dem Konzepte für die Bündelung des Schienenverkehrs zwischen dem Rhein/Ruhr-Raum und Karlsruhe/Basel untersucht werden, liegt inzwischen vor, Ergebnisse sind jedoch noch nicht veröffentlicht worden. (ers)

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