Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sieben Läden im Rhein-Main-Gebiet, in denen Hanfprodukte verkauft werden, waren das Ziel der Razzien.
+
Sieben Läden im Rhein-Main-Gebiet, in denen Hanfprodukte verkauft werden, waren das Ziel der Razzien.

Darmstadt/Wiesbaden

Razzien in sieben Hanf-Shops im Rhein-Main-Gebiet

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Rauschgiftfahnder durchsuchen 17 Objekte und stellen kiloweise Blüten und Produkte aus Hanf sicher. Ermittlungen richten sich gegen sechs Beschuldigte. Staatsanwaltschaft will neues Urteil des Bundesgerichtshofs in rechtliche Prüfung einbeziehen.

Bei einer konzertierten Aktion wurden am Mittwoch im Rhein-Main-Gebiet 17 Objekte – darunter sieben sogenannte Cannabidiol (CBD)-Shops – durchsucht und mehrere Kilogramm Hanfblüten und Hanfprodukte beschlagnahmt. Die Razzien erfolgten just an dem Tag, als der Bundesgerichtshof in Karlsruhe einen Fall aus Braunschweig verhandelt hatte, bei dem es um den Verkauf von Hanftee ging. Nach Auffassung der Karlsruher Richter kann der Verkauf von Hanftee an Verbraucher legal sein, wenn sichergestellt ist, dass sich niemand daran berauscht.

Drogenfahnder durchsuchen Hanfshops im Rhein-Main-Gebiet

Die Durchsuchungen im Rhein-Main-Gebiet hatten die Staatsanwaltschaft Darmstadt und eine gemeinsame Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes (LKA) in Wiesbaden und des Frankfurter Zollfahndungsamtes zuvor miteinander abgestimmt.

Wie das LKA und die Darmstädter Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemeinsam mitteilten, erfolgten die Durchsuchungen wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Verkäufer von Hanf-Produkten im Fokus von LKA und Staatsanwaltschaft

Die Ermittlungen richteten sich gegen sechs Beschuldigte. Diese sollen den Angaben zufolge zwischen 33 und 42 Jahre alt sein und aus dem Raum Darmstadt, Pfungstadt, Rüsselsheim und Kelsterbach stammen.

Ihnen wird vorgeworfen, in den von ihnen betriebenen Läden CBD-Hanfblüten und CBD-Hanfprodukte verkauft zu haben, die missbräuchlich konsumiert werden könnten, was strafbar sei. Die Beschuldigten blieben jedoch auf freiem Fuß.

Staatsanwaltschaft Darmstadt: BGH-Urteil war noch nicht bekannt

Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, der Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, sagte der FR, die beschlagnahmten Produkte würden nun vom LKA analysiert. Das Urteil des Bundesgerichtshofs sei zum Zeitpunkt der Durchsuchungen nicht bekannt gewesen. Es werde nun in die rechtliche Prüfung miteinbezogen.

Zum Weiterlesen: Vor gut einem Jahr war am Darmstädter Südbahnhof ein Cannabis-Automat aufgestellt worden, in dem CBD-Produkte wie Hanfblüten, -öle oder -tees, die entspannend wirken sollen, verkauft wurden. Erst Anfang März waren auch die Betreiber der Cannabis-Automaten aus Darmstadt und Bensheim ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Auf Anordnung der Ermittlungsbehörde waren deren Wohn- und Geschäftsräume durchsucht und dabei auch zehn der CBD-Automaten untersucht worden,

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare