Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Darmstadt Querdenker Rechtextremismus Plakataktion
+
Solidarischer Umgang mit den Beschäftigten von Krankenhäusern, Supermärkten und ÖPNV ist nur eine von vielen Forderungen der Gruppierung an die Stadt Darmstadt.

Darmstadt

Rechtextremismus in Darmstadt: Plakataktion gegen „Querdenker“

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
    schließen

Eine neue Gruppe mahnt die Stadt Darmstadt zu mehr Engagement gegen rechte Umtriebe. Auf Plakaten mit dem Stadtlogo fordert sie: „Querdenken von der Straße fegen“.

  • Subversives Aktionskollektiv Darmstadt“ fordert mehr Engagement der Stadt Darmstadt gegen „Querdenker“.
  • Mit einer Plakataktion macht die Initiative auf fehlendes Engagement gegen Rechtsextremismus aufmerksam.
  • Die Stadt Darmstadt weist den Vorwurf von sich, zu wenig gegen Rechtsextremismus zu tun.

Darmstadt - „Mehr Engagement der Stadt gegen rechte Umtriebe in Darmstadt“, fordert eine bislang unbekannte Gruppe, die sich „Subversives Aktionskollektiv Darmstadt“ nennt. Mit Plakaten, auf denen ein modifiziertes Darmstadtlogo zu sehen war, rief die Gruppe vergangenen Samstag auf, gegen „Querdenken“ vorzugehen. Dies war auch als Protest gegen eine von „Querdenken“ am selben Tag veranstaltete Aktion gedacht.

Initiative in Darmstadt klebt Plakate gegen „Querdenker“ und Rechtsextremismus

„Alle zusammen gegen Corona – Alle zusammen Querdenken von der Straße fegen“, stand auf den Plakaten des Aktionskollektivs. Man wolle „der Stadt zeigen, wie ein Engagement gegen Rechts auch während einer Pandemie aussehen kann,“ heißt es in einer Mitteilung. Es sei wichtig, dass die Stadt sich klar gegen „Querdenken“ äußere. „Wir erwarten aufgrund großer Präsenz und Aggressivität von Querdenken in Darmstadt mehr von der Stadt, als leere Worte und aussichtslose juristische Verfahren.“

Außerdem fordert die Gruppe, die ein Zusammenschluss aus Menschen verschiedener sozialer Bewegungen ist, solidarischen Umgang mit den Beschäftigten von Krankenhäusern, Supermärkten und ÖPNV durch Lohnerhöhungen; kostenlose Laptops für alle Schüler:innen; klimafreundliche Mobilität ohne Infektionsrisiko und mehr Hilfen für Kulturschaffende.

Die Stadt Darmstadt weist fehlendes Engagement gegen Rechtsextremismus von sich

Die Stadt wies den Vorwurf, sie würde sich nicht gegen Rechtsextremismus engagieren, mit Nachdruck zurück. Auf Anfrage der FR teilte Sprecher Daniel Klose mit, die Stadt beschäftige sich in zahlreichen Programmen und Aktionen mit dem Thema Rechtsextremismus und dessen Prävention. „Rechte Tendenzen und rechtes Gedankengut haben in Darmstadt keinen Platz“, so Klose. Rechtliche Konsequenzen wegen der Verwendung des Stadtlogos würden derzeit geprüft.

Am Samstag hatte „Querdenken“ entlang der Rheinstraße einen sogenannten „Appell an die Menschlichkeit“ initiiert. Man wollte „Passanten Schilder mit lieben, ermutigenden oder zum Nachdenken anregenden Worten“ hochhalten, hieß es im Gruppen-Chat. Laut Polizei nahmen daran sechs Personen teil. Der Gegenprotest des Aktionskollektivs habe zwölf Personen umfasst.

Am Samstag wollen „Querdenker“ in Darmstadt demonstieren

Kommenden Sonntag will „Querdenken“ erneut unter dem Titel „Straßenschilder Darmstadt“ Stimmung gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie machen. Das Aktionskollektiv kündigte an, der Stadt „auch in Zukunft weitere Inspirationen“ zu liefern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare