1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Quartiersplatz als Stadtteiltreff

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Spielflächen und ein Quartiersplatz sind an der Geschwister-Scholl-Straße fertig.
Spielflächen und ein Quartiersplatz sind an der Geschwister-Scholl-Straße fertig. © Volker Dziemballa

Die Arbeiten am öffentlichen Grün im Rüsselsheimer Wohngebiet „Blauer See“ sind abgeschlossen.

Bereits am 27. Mai 2008 war Spatenstich für das Wohngebiet „Blauer See II“. Inzwischen sind von den 300 Grundstücken nur noch 40 Grundstücke in Privatbesitz nicht bebaut. Am Freitagnachmittag wurde die komplette Fertigstellung der öffentlichen Flächen gefeiert. Denn der letzte der jeweils 25 Meter breiten Grünzüge durch das Wohngebiet wurde nun fertiggestellt. Dieser grenzt an der Geschwister-Scholl-Straße an einen Stadtteilplatz, der nun als Treffpunkt dienen soll.

Im Mai soll in dem dort ebenfalls gerade fertiggestellten Wohn- und Geschäftshaus ein Eiscafé eröffnet werden. Man sei mit dem Betreiber, einem angesehenen Rüsselsheimer Gastronom, in den finalen Gesprächen, sagte Bauherr Klaus Schydlowski.

Dann soll es auf dem Platz auch eine Außenbewirtschaftung geben. Ein Teil ist als wassergebundene Decke gestaltet, um eventuell auch mal Boule spielen zu können, wie Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka erläuterte. Zudem sind die Bäume beleuchtet. Bei der Gestaltung der Grünstreifen, die sich von Nord nach Süd an mehreren Stellen durch das Gebiet ziehen, habe man auf eine Mischung aus Spielstationen, Aufenthaltsbereichen und Grün gesetzt.

Man habe bewusst teure Spielgeräte aus Edelstahl und Bänke ohne Holzauflagen gewählt, da diese nachhaltiger seien. „Öffentliches Grün ist heute etwas unser Schutzgrün, gerade in einem Ballungsraum wie diesem“, sagte Sliwka.

Es sei absolut notwendig, Grünpotenzial für alle Generationen zu schaffen. Thomas Müller, Inhaber der Firma Terramag, welche mit der Baulandentwicklung beauftragt war, überreichte Oberbürgermeister Patrick Burghardt einen Scheck über 1000 Euro, die zum Beispiel für Spielgeräte verwendet werden können.

Insgesamt gibt es 22000 Quadratmeter Grün innerhalb des 17 Hektar großen Baugebiets, zudem 23000 Quadratmeter Neubürgerwiese, die als Streuobstwiese angelegt ist, sowie 270 Bäume an den Straßenrändern, wie Projektleiter Werner Schäfer von Terramag aufzählte. Die Firma hat 2006 den Auftrag von der Stadt erhalten, den „Blauen See II“ zu entwickeln und zu vermarkten.

Nicht jeden Quadratmeter verkaufen

„Wir haben versprochen, dass wir das Gebiet in zehn Jahren kostenfrei für die Stadt entwickeln“, erinnert sich Schäfer. Und dass es bei 120 Eigentümern beim Umlegungsverfahren kein einziges Widerspruchsverfahren gegeben habe, sei besonders. Terramag soll nun auch das Wohngebiet „Quartier am Ostpark“, das ehemalige SC Opel-Gelände, entwickeln, kündigte Burghardt an. Denn durch diesen Weg sei vieles in einer Hand und es sei ein flexibleres Reagieren möglich. Er freute sich, dass es von den Bürgern positive Rückmeldungen zur Gestaltung der Grünflächen gebe. Es sei richtig gewesen, wert darauf zu legen, nicht jeden Quadratmeter als Bauland zu verkaufen.

Der „Blaue See II“ sei die größte Baulandentwicklung in Rüsselsheim seit den 1970er Jahren. Da man aufgrund der hohen Nachfrage fast das doppelte an Grundstücken hätte verkaufen können, sei es wichtig, dass mit der „Eselswiese“ in Bauschheim ein weiteres großes Wohngebiet geschaffen werde, sagte Burghardt.

Das letzte große Grundstück im „Blauen See II“ an der Ecke Konrad-Adenauer-Ring Stauffenbergstraße, 4500 Quadratmeter groß, wird in Kürze vom Unternehmer Oliver Sixel mit zwei Mehrfamilienhäusern mit vier Eingängen, in denen es 44 Wohneinheiten gibt, bebaut.

Er warte auf die Genehmigung des Bauantrags. Sixel, der in Rüsselsheim regelmäßig tätig ist, unter anderem zuletzt das Studentenwohnheim an der Weisenauer Straße errichtet hat, hat einen Gestaltungswettbewerb gewonnen. Es würden keine „08/15-Gebäude“, es werde viel Grün außen herum geben und eine große Tiefgarage mit fast 50 Stellplätzen, sagte Sixel. (eda)

Auch interessant

Kommentare