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Quartier verzögert sich

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Trotz der Wohnungsnot in der Stadt Darmstadt gehen die Planungen für das neue Quartier in der Niersteiner Straße nur schleppend voran.

Seit fast dreieinhalb Jahren steht die ehemalige Zentrale des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) in der Niersteiner Straße nahezu leer. Die Mitarbeiter sind längst auf das neue Betriebsgelände auf der Knell gezogen. Das etwa einen Hektar große Areal samt Gebäuden wird allenfalls noch als Lager genutzt, ansonsten ist es eine Brache. Trotz der Wohnungsnot in der Stadt gehen die Planungen für das neue Quartier nur schleppend voran. Dabei war die damalige Baudezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) 2012 noch davon ausgegangen, dass die Immobilie im Jahr 2014 verkauft sein könnte.

Doch noch immer ist der städtebauliche Investorenwettbewerb nicht abgeschlossen, sagt die städtische Pressesprecherin Sigrid Dreiseitel. Es hätten noch einige Punkte erörtert werden müssen, nennt die Stadtverwaltung als Grund für die Verzögerung. Offen sollen noch Finanzierungs- und Gestaltungsfragen sein.

Zwei Interessenten noch in der Auswahl

„Wir sind aber in der Endrunde“, sagt Sigrid Dreiseitel. Zwei Interessenten befinden sich noch in der Auswahl. In diesem Jahr soll die Immobilie noch verkauft werden, heißt es aus der städtischen Pressestelle.

Genaue Vorgaben zur Art der Bebauung macht die Wettbewerbsausschreibung nicht. „Das ist relativ offen gehalten“, sagt Dreiseitel. Nur so viel: Die Neubauten sollten „eine gewisse Gestaltung“ haben und sich an die Bauweise in die der Umgebung anpassen. Die bietet jedoch einige Variationsmöglichkeiten. Denn das Bild an dem Standort ist geprägt von Mehrfamilienhäusern auf der einen Seite und den wuchtigen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden des Technischen Rathauses auf der anderen. „Es sollen keine Fremdkörper entstehen“, lautet eine der Vorgaben.

Platz für 750 Menschen

Auf dem Areal ist nach den bisherigen Berechnungen der Bauverwaltung Platz für rund 300 Wohnungen. 750 Menschen könnten später dort wohnen. Gegenüber den bisherigen Angaben ist neu, dass auf dem Gelände auch eine Kindertagesstätte errichtet werden soll. Aufgrund der Größe des Gebiets sei das sinnvoll, sagt Dreiseitel.

Was geschieht dann mit dem Technischen Rathaus? Zumal weitere Wohnungen dazu kommen könnten. Denn auch die Zukunft des Geländes mit den Gebäuden, in denen die Bauverwaltung derzeit ihren Platz hat, ist noch offen. Die Überlegungen für diesen zweiten Bauabschnitt ruhen inzwischen.

„Es muss zunächst abgewartet werden, wie es mit dem geplanten Bau eines zentralen Rathauses weitergeht“, sagt Dreiseitel. Ist das erst einmal gebaut, sollen die städtischen Angestellten der Bauverwaltung aus den Gebäuden an der Niersteiner und der Bessunger Straße, die aus dem späten 19. Jahrhundert stammen, ausziehen.

Dann würde eine weitere, ein Hektar große Fläche samt Häusern frei. Ob die für Wohnungen genutzt würden, ist offen. Denn die Verwaltungsgebäude seien dafür nicht unbedingt geeignet, sagt Dreiseitel. Denkbar sei, dass dort Büroflächen angeboten werden. (rf)

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