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Proteste gegen Asylbewerberheim

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Anwohner im Bereich Breslauer und Hamburger Straße machen Front gegen eine Unterkunft für Flüchtlinge auf einem Grundstück, das unmittelbar an den stark befahrenen Rugbyring angrenzt. Tags zuvor hatte schon der Sozialausschuss Bedenken hinsichtlich der Eignung dieses Grundstücks anklingen lassen.

Während sich Verwaltung und Politik in Rüsselsheim um eine Willkommens- und Anerkennungskultur für Asylbewerber bemühen, formiert sich in der Bürgerschaft Widerstand gegen den Standort einer Gemeinschaftsunterkunft. Das wurde am Mittwoch im Rathaus deutlich, als im Grundsatz über drei weitere Flächen (neben Bauschheim) entschieden werden sollte.

Während sich gegen die Standorte in Haßloch (Am Kirchpfad) und am Waldweg (zwischen Straße und Friedhofs-Parkplatz) kein Widerstand rührt, machen Anwohner im Bereich Breslauer und Hamburger Straße Front gegen ein ausgedeutetes Grundstück, das unmittelbar an den stark befahrenen Rugbyring angrenzt. Tags zuvor hatte schon der Sozialausschuss Bedenken hinsichtlich der Eignung dieses Grundstücks anklingen lassen.

Bei der bisweilen lautstarken Auseinandersetzung wurde die Frage laut, wo und in wessen Nachbarschaft weitere Standorte geprüft worden seien. Man habe nichts gegen die Menschen, aber 60 Asylanten in diesem Bereich überforderten das Viertel. Auch die Lage des Grundstücks unmittelbar an einer verkehrsreichen Straße verbiete das Vorhaben.

OB sieht keine Alternative

Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) verwies auf den wachsenden Zustrom von Flüchtlingen und die Verpflichtung der Stadt, für eine menschenwürdige Unterbringung zu sorgen. Bei der Suche nach den Standorten sei Wert darauf gelegt worden, „diese Menschen nicht an den Rand zu drängen“. Murat Karakaya (SPD), Karl-Heinz Schneckenberger (Linke), Klaus Gocht und Bernhard Lange (Grüne) halten das Grundstück für ungeeignet.

Thorsten Weber (CDU) forderte die Gegner des Standorts Breslauer Straße auf, Alternativvorschläge zu machen. Darauf reagierte Andreas Andel (RFFW) mit der Empfehlung, das Grundstück zwischen Parkplatz Köbelhalle und Wohnbebauung Adam-Opel-Straße zu untersuchen. Prompter Einspruch des Oberbürgermeisters: Für diese Fläche gebe es im Zusammenhang mit der Bebauung der geräumten Sportfelder des SC Opel andere Pläne. Er sehe keine Alternative zur Breslauer Straße, so Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU). (eda)

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