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Protest gegen Verein

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Lilien-Anhänger boykottieren das Auswärtsspiel. Zur Begründung heißt es unter anderen: „Gästefans werden in Leipzig in dieser Saison fernab des Spielfelds im Oberrang eingepfercht."

Beim Auswärtsspiel in Leipzig muss der SV Darmstadt 98 auf die Unterstützung seiner Anhänger weitestgehend verzichten. Die organisierte Fanszene hat in einem offenen Brief bekannt gegeben, die Partie beim sächsischen Mitaufsteiger RB Leipzig am Freitag, 24. April, nicht zu besuchen.

In der Mitteilung, die von 17 Fangruppierungen des Darmstädter Clubs, darunter auch der Fan- und Förderabteilung, unterzeichnet wurde, heißt es: „Gästefans werden in Leipzig in dieser Saison fernab des Spielfelds im Oberrang eingepfercht, die skandalösen Einlasskontrollen der vergangenen Saison, sowie die Berichte der Fanszenen, die Leipzig in diesem Jahr besucht haben, lassen es uns unmöglich erscheinen im Stadion einen wirkungsvollen Protest auf die Beine zu stellen.“ In Leipzig sei der Gästefan „Teil des Stadionerlebnisses, das Red Bull vermarkten will“, so die Mitteilung weiter .

„Ich habe noch keine intensiveren Einlasskontrollen erlebt wie im letzten Jahr“, sagt Darmstadts Fanbetreuer Alexander Lehné. Kritische Spruchbänder oder Choreografien seien restriktiv aussortiert worden, selbst nicht genehme T-Shirts hätten am Eingang ausgezogen werden müssen. Lehné erwartet, dass sich trotz des Aufrufs etwa zweihundert bis dreihundert Fans in Eigenregie auf den Weg nach Leipzig machen. Das sei jedoch völlig in Ordnung. „Die Aktion soll die Szene nicht spalten.“

Für die daheimbleibenden Anhänger organisiert die Darmstädter Fanszene an diesem Abend in Darmstadt und im Landkreis als Alternativprogramm eine SV-98-Kneipennacht.

In der vergangenen Drittligasaison unterlagen die Lilien beim jetzigen Mitaufsteiger RB Leipzig vor rund 4000 mitgereisten Darmstädter Fans knapp mit 0:1. Die Lilien haben weiter gute Chancen auf die Rückkehr in die Erste Bundesliga. (ers/rwb)

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