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Protest gegen Steinbruch

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Die Bürgerinitiative „Stoppt Steinbruch Herchenrode“ stemmt sich immer stärker gegen eine Wiederaufnahme des Abbaus im Modautaler Ortsteil.

30?000 Tonnen Gestein sollen das jahrzehntelang unbeachtete Gelände im Wäldchen hinter Herchenrode pro Jahr verlassen. Fünf Eigentümer des Geländes haben das Areal erst vor einiger Zeit an den Betreiber verpachtet. Dies soll nun rückgängig gemacht werden, wenn es nach den Mitgliedern der Bürgerinitiative geht.

Sie befürchten „die Zerstörung der Lebensidylle“ in Modautal. Die beantragte Gesteinsmenge pro Jahr lege die Vermutung nahe, dass ein wirtschaftlich lohnender Betrieb nur durch ein umfangreiches Recycling von Fremdmaterialien und durch Erweiterung des Steinbruchs zu erreichen sei, heißt es in einem Infoblatt. Was dann drohe, gefährde Gesundheit und Wohlbefinden.

So sei nicht geklärt, ob freigesetzter Asbeststaub in ausreichendem Maß mit Wasser niedergeschlagen werden könne, und was mit dem anfallenden Schlamm passiere. Die Bürgerinitiative rechnet zudem mit „unerträglicher Lärm- und Staubbelastung“ durch schätzungsweise 100 Lastwagen, die täglich durch Modautal und die angrenzenden Orte rollen würden. Sie hofft auf die Unterstützung von Noch-Landesumweltministerin Silke Lautenschläger (CDU), die in Herchenrode wohnt. Ihr ist das Landesamt für Geologie und Bergrecht unterstellt.

Die einzige Stellungnahme der Politik zum Thema Steinbruch kam allerdings bislang vom FDP-Landtagsabgeordneten Leif Blum. Er teile die Skepsis der Bürger. Sabine Oehmke von der Bürgerinitiative stellt derweil fest, dass die Resonanz der Modautaler zunehme: „So langsam werden sie wach und erkennen die Tragweite.“ ( loc)

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