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Protest gegen Radwegverlegung in Darmstadt

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Von: Claudia Kabel

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Ein Fahrradfahrer unterwegs auf einem Radweg (Symbolbild).
Ein Fahrradfahrer unterwegs auf einem Radweg (Symbolbild). © Imago

Der ADFC fordert ein Ende der Verlegung des Radwegs in die Rheinstraße.

Mit einem Protestschreiben an Verkehrsdezernentin Barbara Boczek (Grüne) hat der Radclub ADFC auf die testweise Verlegung des Radwegs vom Bürgersteig auf die Fahrbahn der Rheinstraße zwischen Neckar- und Grafenstraße reagiert. Dadurch seien neue Gefahren geschaffen worden, teilte ADFC-Sprecher Thomas Grän mit.

Der ADFC fordert ein Ende der Radwegsperrung spätestens bis zum Ende der Osterferien. Auch mit Schutzhelm gehörten Kollisionen mit sich öffnenden Autotüren zu den folgenschwersten Fahrradunfällen. Ein anschließender Sturz auf die Fahrbahn berge zusätzlich die Gefahr vom nachfolgenden Verkehr überrollt zu werden. Radfahrende müssten einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu einem parkenden Fahrzeug einhalten. Zusammen mit einem linksseitigen Überholabstand von eineinhalb Metern benötige ein Radfahrer insgesamt mindestens drei Meter Sicherheitsraum.

Der ADFC empfiehlt Radfahrenden deshalb zum Eigenschutz in der Mitte der Fahrbahn zu fahren, um einen ausreichenden Abstand zu parkenden Autos einzuhalten und gleichzeitig ein gefährliches Überholen zu unterbinden.

„Das absichtliche Schlagen einer Lücke in das Radwegnetz ist das völlig falsche Signal an die Radfahrenden“, so Grän. Es sei unverständlich, warum ohne erkennbare Vorteile und unter Inkaufnahme überflüssiger Unfallrisiken die Radfahrer zu Versuchskaninchen gemacht werden. In Anbetracht der beiden tödlichen Radfahrerunfälle im vergangenen Jahr ist das unverantwortlich.“ Von der Stadt gab es zunächst keine Stellungnahme.

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