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Wie Profis auf großer Bühne

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Heinemann-Schüler, hier vor ihrem alten Schulgebäude, folgen Brechts Spuren.
Heinemann-Schüler, hier vor ihrem alten Schulgebäude, folgen Brechts Spuren. © Mallika Suvaphong

Bei den Schultheater-Wandertagen haben junge Akteure die Möglichkeit, ihre in der Schule einstudierten Theaterstücke unter professionellen Bedingungen auf der großen Bühne des Stadttheaters zu erproben und zu präsentieren.

Die Theater-AGs aus acht Rüsselsheimer Schulen bringen bei den Schultheater-Wandertagen von Montag, 22. Juni, bis Freitag, 26. Juni, neun Stücke auf die Bühne des Stadttheaters. Vom Tanz über Schauspiel bis zum Improvisationstheater zeigen die Mitglieder der Ensembles die Bandbreite ihres Könnens.

In diesem Jahr sind Aufführungen von Theatergruppen aus der Gustav-Heinemann-Schule, der Georg-Büchner-Schule, des Neues Gymnasiums, der Immanuel-Kant-Schule, der Hasengrundschule, der Alexander-von-Humboldt-Schule, der Helen-Keller-Schule und der Max-Planck-Schule zu sehen.

Bei den Wandertagen haben die jungen Akteure die Möglichkeit, ihre in der Schule einstudierten Theaterstücke unter professionellen Bedingungen auf der großen Bühne des Stadttheaters zu erproben und zu präsentieren.

Die Gustav-Heinemann-Schule zeigt „GHS@Brecht-Johanna-Dark.com“, eine Zusammenarbeit der AGs Schauspiel und Chor in Anlehnung an Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“. Das Stück handelt von Liebe und Ausbeutung, kündigt die Theater-AG an. Es zeige Schlächter, die Viehbörse, die Wirtschaftskrise, Spekulanten, Reiche, Arme und die Soldaten des lieben Gottes. Mittendrin Johanna Dark, die junge Heldin.

Großen Anklang fand die Alexander-von-Humboldt-Schule mit ihrem Stück „Make your Move“, alle Karten sind schon verkauft. Das Tanzmusical entstand im Zusammenwirken der drei Tanz-AGs aus den Jahrgängen fünf, sechs und sieben sowie acht bis zehn. Mit Livegesang, Playback und vielen Tanzszenen erzählen die Jugendlichen von einer Highschool-Tanzgruppe, die Konkurrenz bekommt und ihren Proberaum verliert.

Spekulanten und Schlächter

Die Geschichte des Waisenjungen „Krabat“, die schon 1971 Ottfried Preußler in seinem Buch erzählte und die 2008 als Film Erfolge feierte, bringt die Theater-AG der „Kleinen“ aus der Immanuel-Kant-Schule auf die Bühne. Die älteren Schüler zeigen ihr Stück „Johanna 6.0“ und machen sich, ausgehend von der Heiligen Johanna von Orleans, auf die Suche nach heldenhaften Frauen.

„Anderland – Träum weiter“ heißt das Stück, das das Neue Gymnasium aufführt. Jedes Kind schafft sich seine eigene Traumwelt; diejenige von Gwendoline Darling heißt Nimmerland und führt in eine verwickelte Geschichte. Die Grundschule Hasengrund spielt „Schuhe für Aschenputtel“, und die Georg-Büchner-Schule „Alles über Ali“, die Geschichte eines Jungen, der keine Lust hat auf Schule, aber schnell reich und berühmt werden will.

„Blue Harvest“ heißt der Titel des Beitrags der Max-Planck-Schule. Auf ihrer Reise zurück zu ihrem Heimatplaneten trifft Alice eine Prinzessin, einen Halunken, Zauberer, Bösewichte und was es sonst noch braucht, um ein großes Märchen in einer weit entfernten Galaxie zu erleben.

Eine moderne Fassung des Märchenklassikers Schneewittchen bringen Schüler der Helen-Keller-Schule gemeinsam mit Schülern der Max-Planck-Schule auf die Bühne. „Missing Snow White“ heißt das Stück. Das im Programm angekündigte Gastspiel des „Theaterhaus Frankfurt“ mit dem Stück „Der Bushaltenstellenküsser“ muss wegen technischer Probleme abgesagt werden, so die Ankündigung. (vol)

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