+
Angela Dorn (Grüne) hat die Entscheidungen der Jury bekannt gegeben.

Hessischer Verlagspreis

Preis für Schöffling und Mabuse

  • schließen

Hessen zeichnet zwei Frankfurter Verlage aus. Die Preise werden Ende Juni in Wiesbaden vergeben.

Zwei Frankfurter Verlage erhalten den Hessischen Verlagspreis. Der mit 15 000 Euro dotierte Hauptpreis geht an den Literaturverlag Schöffling & Co. Den Sonderpreis von 5000 Euro erhält der Mabuse-Verlag, der sich auf kritische Sachbücher im Gesundheitsbereich spezialisiert hat.

Diese Entscheidungen der Jury gab die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden bekannt. Die Preise werden am 27. Juni in Wiesbaden überreicht. Das Land lobt den Preis gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels aus.

Der Hessische Verlagspreis war erstmals im vergangenen Jahr vergeben worden. Damals wurde der Kasseler Verlag Rotopol Press ausgezeichnet, der auf Comics und Illustration setzt.

Ministerin Dorn würdigte den familiengeführten Schöffling-Verlag für sein „ambitioniertes Gesamtkonzept“, zu dem Romane und Gedichtbände ebenso gehörten wie der „Literarische Katzenkalender“. Die siebenköpfige Fachjury nannte es vorbildlich, wie der Verlag sich auf dem immer schwieriger werdenden Buchmarkt behaupte. „Klaus und Ida Schöffling und ihre Mitarbeiter setzen nicht nur auf einzelne Bücher, sondern pflegen Autoren und deren Werk langfristig“, lobte die Jury. Sie wies zudem darauf hin, dass der Verlag das Literaturfestival „Frankfurt liest ein Buch“ angestoßen habe, das 2010 zum ersten Mal angeboten wurde.

Der Mabuse-Verlag erhalte den Preis für sein Programm „Bücher für starke Kinder“, sagte Dorn. Die Jury erläuterte, das Programm laufe seit mehr als zehn Jahren. Es richte sich unter anderem an Kinder von psychisch Erkrankten sowie an deren Eltern, Erzieher und Begleiter.

Der Börsenverein zeigte sich erfreut, dass sowohl ein Literatur- als auch ein Fachverlag in den Fokus gerückt würden. „Beide Verlage leisten seit Jahrzehnten eine höchst professionelle Arbeit und sind überregional bekannt“, sagte Barbara Jost, die Vorsitzende des Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare