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Preis für IT-Forscher

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Informatiker der Technischen Universität (TU) Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts SIT belegten beim IT-Sicherheitspreis den mit 60 000 Euro dotierten zweiten Platz.

Informatiker der Technischen Universität (TU) Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts SIT sind mit ihrer internationalen Forschergruppe für ein neues Verfahren zur Sicherheitsanalyse von Software-Programmen ausgezeichnet worden. Sie belegten beim IT-Sicherheitspreis den mit 60 000 Euro dotierten zweiten Platz.

Heutige Software-Produkte würden oft nicht von Grund auf neu entwickelt, sondern entstünden durch Erweiterung und Konfiguration bestehender Bausteine, heißt es in einer TU-Mitteilung. So teilen sich viele Software-Produkte einen Großteil des Programmcodes. Bisherige Sicherheitsanalysen nutzten dies jedoch nicht aus: Statt gemeinsame Bestandteile nur einmal zu untersuchen, würden sie bei der Analyse jedes Produkts erneut betrachtet.

Das von der Forschergruppe entwickelte Verfahren SPLlift könne Bausteine, die in mehreren Produkten vorkommen, erkennen und untersuche sie nur einmal. Werde eine Schwachstelle erkannt, ließen sich Rückschlüsse ziehen, welche Produkte diese Schwachstelle enthalten und welche nicht. Die Überprüfung großer Software-Linien, die teuer sei und Jahre in Anspruch nehme, könne so auf Minuten reduziert werden.

Eric Bodden, Kooperationsprofessor für Secure Software Engineering an der TU und am Fraunhofer SIT, leitete das Projekt. Wichtige Beiträge leisteten Professorenkollegin Mira Mezini von der TU sowie Forscher aus Dänemark und Brasilien. (ers)

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