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Seit 18 Jahren soll die Frau in Darmstadt Tauben füttern.

Prozess in Darmstadt

Taubenfütterin in Darmstadt soll Mann angegriffen haben

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Seit über 18 Jahren füttert eine Frau in Darmstadt Tauben, obwohl es verboten ist. Jetzt muss sich die 56-Jährige vor dem Amtsgericht verantworten. Sie soll einen Mann, der sie daran hindern wollte, angegriffen haben.

Vor dem Darmstädter Amtsgericht muss sich am Donnerstagmorgen eine 56 Jahre alte Frau, die seit über 18 Jahren in der Stadt Tauben füttert, wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts mitteilte, sei die Frau bereits mehrfach wegen Verstößen gegen die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Darmstadt zu Geldstrafen verurteilt worden. Doch selbst Geldstrafen in Höhe von 5000 Euro hätten sie nicht davon abhalten können, die Tauben in der Stadt weiter zu füttern.  Inzwischen soll sich die Summe der Geldbußen, die sie bereits gezahlt hat, auf etwa eine halbe Millionen Euro summieren. 

Im aktuellen Fall, der am Donnerstag ab 10 Uhr im Amtgericht verhandelt wird, soll die heute 56 Jahre alte Medizinerin im März 2016 einen Mann, der sie darum bat, nicht die Tauben zu füttern, beleidigt  haben. Sie soll außerdem versucht haben, ihn zu bespucken und zu treten. 

Zum Streit zwischen der Taubenfütterin und dem Mann kam es am Marktplatz. Dort streute sie in der Nähe der Skulptur „Berkserker“ große Mengen Taubenfutter aus, nachdem sie dies zuvor bereits am Reiterdenkmal auf dem Friedensplatz getan hatte. Der später von ihr angegriffene Mann sprach sie an, wies sie darauf hin, dass Taubenfüttern in der Stadt verboten sei und teilte ihr mit, dass er die Polizei rufen werde, wenn sie nicht damit aufhöre. Die Frau soll daraufhin den Mann beschimpft und mit dem Ausstreuen des Futters fortgefahren haben. Als der Mann dann die Polizei rief, soll sie versucht haben, ihm ins Gesicht zu spucken und sein Handy aus der Hand zu nehmen. Als der Angriffene daraufhin einen Schritt zurückgewichen sei, soll die Frau versucht haben, ihn mit ihren Trekkingstiefeln gegen das Schienbein zu treten. Dies sei ihr aber wohl nicht gelungen.

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