Stolpersteine in Seeheim-Jugenheim

Holocaust-Ausstellung bleibt

Nachdem vermutlich rechtsextreme Täter Fenster des Rathauses von Seeheim-Jugenheim mit Stolpersteinen eingeworfen hatten, hält die südhessische Stadt an der Holocaust-Ausstellung fest. "Wir werden wie geplant weitermachen. Sonst hätten die Täter ihr Ziel erreicht", sagt Sprecher Karsten Paetzold.

Nach einem Wurfangriff durch vermutlich rechtsgerichtete Täter auf Rathausfenster hält Seeheim-Jugenheim an einer Holocaust-Ausstellung fest. "Wir werden wie geplant weitermachen", sagte der Sprecher der südhessischen Stadt, Karsten Paetzold, am Donnerstag. "Sonst hätten die Täter ihr Ziel erreicht." Mit zwei sogenannten Stolpersteinen waren in der Nacht zum Mittwoch zwei Fenster des Rathauses von Seeheim-Jugenheim (Kreis Darmstadt-Dieburg) zerstört worden. In der Nähe des Rathauses wird noch bis Ende Januar eine Fotoausstellung zum Alltag jüdischer Kinder während des Holocausts gezeigt.

Es war der zweite Angriff innerhalb weniger Wochen. Die Polizei hat noch keine konkrete Spur, vermutet die Täter aber im rechten Spektrum.

Anlass der Ausstellung ist der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Er erinnert an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945. Stolpersteine sollen bundesweit an die Opfer des Nazi-Terrors erinnern. Sie werden vor deren einstigen Wohnhäusern verlegt. (dpa)

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