Darmstadt

Haft für Enkeltrick-Betrüger

Das Berufungsgesuch eines Enkeltrick-Betrügers ist abgelehnt worden. Es bleibt bei zwei Jahren Haft für den jungen Mann, der bei mehreren Taten hohe Geldbeträge erbeutet hatte.

Im vergangenen Oktober hatte die Polizei einen 19-Jährigen verhaftet, der für eine Enkeltrick-Betrügerbande Geld eingesammelt hatte. Bei den Schockanrufen werden vornehmlich ältere Menschen telefonisch mit einer Schreckensnachricht in Bezug auf ihre Angehörigen konfrontiert und anschließend um Geld gebeten.

Am 16. April diesen Jahres verurteilte das Darmstädter Amtsgericht den Mann wegen gewerbsmäßigen gemeinschaftlichen Betruges in drei Fällen und des Versuchs in einem Fall zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren. Im Berufungsverfahren am Freitag forderte der Anwalt des Angeklagten eine „gerechte Strafe“ für seinen Mandanten. Er betonte, dass Daniellus D. die Taten eingeräumt und sich dafür entschuldigt habe.

Berufungsgesuch abgelehnt

Eine andere Auffassung vertrat die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Sie betonte, dass Daniellus D. aus keiner Notlage, sondern rein aus Geldgier gehandelt habe. Er habe die Not und Angst der Opfer beim Einsammeln des Geldes hautnah miterlebt und dennoch weitere Taten begangen. Außerdem habe er seit seiner Inhaftierung kaum Maßnahmen ergriffen, um seine Situation zu verbessern. Aus diesem Grund sei der Berufungsantrag abzulehnen.

Dem folgte im großen und ganzen Richterin Andrea Röhrig in ihrer abschließenden Urteilsverkündung. Die mildernden Umstände wie etwa das Geständnis und die Entschuldigung seien berücksichtigt worden.

Dem gegenüber stehe die Tatsache, dass es sich um mehrere Taten mit hohen Geldbeträgen handelte. Auch die Art des Vorgehens und das Ausnutzen einer Schocksituation zeige die schädliche Neigung des Angeklagten und die Schwere seiner Schuld. Daher werde der Berufungsgesuch abgelehnt. (eda)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare