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Podest führt zu Protest

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Ein Wartehäuschen am Südbahnhof steht auf einem knapp zehn Zentimeter hohen Podest – und könnte damit zur Stolperfalle werden, so die Befürchtung der Bürger.

Einige Darmstädter diskutieren in sozialen Netzwerken derzeit über ein Wartehäuschen am Südbahnhof. Der Unterstand mit drei Sitzplätzen steht auf einem knapp zehn Zentimeter hohen Podest – und könnte damit zur Stolperfalle werden, so die Befürchtung der Bürger.

Dabei wurde die H-Bus-Haltestelle im Haardtring gerade erst barrierefrei umgebaut. Neben einem Hochbord, das den ebenerdigen Einstieg in den Bus ermöglicht, wurden damals auch Blindenleitstreifen in das Pflaster eingelassen. Es war zunächst die letzte von acht Haltestellen an den städtischen Buslinien H, K und R, die für insgesamt 350 000 Euro ausgebaut worden sind. Die Planungshoheit für Bushaltestellen liegt in Darmstadt bei der Stadt.

Wie passen aber diese Bemühungen um ein barrierefreies Liniennetz mit einem Wartehäuschen auf einem Podest zusammen? „Das Wartehäuschen ist nur ein Provisorium“, sagt Daniel Klose, Sprecher der Stadt. Heag Mobilo habe es Mitte Januar in deren Auftrag errichtet. Und zwar „auf Bürgerdrängen“, betont Klose. Dass das mobile Wartehäuschen nun dort steht, sei ein Entgegenkommen an die Bürger, um als Übergangslösung vor Wind und Wetter zu schützen.

Denn geplant ist als Abschluss des Haltestellenumbaus natürlich ein fest installiertes Wartehäuschen. Bei dessen Bau sei allerdings eine Gasleitung dicht unter der Oberfläche aufgetaucht, die in den Plänen nicht verzeichnet gewesen sei. Eine Sonderanfertigung des Häuschens sei daher nötig geworden. „Das fest installierte Wartehäuschen kommt schnellstmöglich“, verspricht Klose. (ers)

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