1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Podest für Busse und Bahnen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Nahverkehrs-Spur wird leicht erhöht sein. Außerdem erhalten Radfahrer mehr Raum.
Die Nahverkehrs-Spur wird leicht erhöht sein. Außerdem erhalten Radfahrer mehr Raum. © Heag Mobilo

Am 3. Juni ist es endlich soweit, dann beginnt die Neugestaltung der westlichen Bismarckstraße zwischen Hauptpostamt und Berufsfeuerwehr. Die Bauzeit wird bis Ende 2018 dauern.

Vor sechs Jahren begannen die Planungen, der ursprünglich angepeilte Starttermin ist auch schon seit drei Jahren verstrichen, nun soll es endlich losgehen: Am 3. Juni beginnen die Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung der westlichen Bismarckstraße zwischen Hauptpostamt und Berufsfeuerwehr. Von da an werden Baustellen-Absperrungen und Arbeiter für mehrere Jahre zum Straßenbild gehören.

Die Bismarckstraße als zweite wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Darmstädter Westen wird in dieser Zeit aufgewertet. Sie bekommt eine eigene zentrale Nahverkehrs-Spur, die schon durch ihre leicht erhöhte Bauweise – bis acht Zentimeter über dem Straßenniveau – die Vorrangstellung für Busse und Bahnen deutlich macht.

Kosten von 13,8 Millionen

Neben den Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel werden auch die Radfahrer Gewinner der Neugestaltung sein. Für sie sind in beide Richtungen durchgehende, mindestens 1,50 Meter breite Schutzstreifen vorgesehen. Die Fahrspuren für Autos und Lastwagen werden hingegen schmaler. An der Kreuzung Feldbergstraße wird zudem Linksabbiegen nicht mehr möglich sein.

Am Anfang steht jedoch nicht die Sanierung der stellenweise maroden Fahrbahn. „Wir wollen die Bismarckstraße nicht nur an der Oberfläche erneuern, sondern auch die Versorgungsinfrastruktur unter der Erde komplett modernisieren“, erklärte Bau- und Verkehrsdezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne). Zunächst werden daher unterirdische Gas- und Wasserleitungen erneuert.

Dafür werden erste Gleisabschnitte und die Oberleitung in der Bismarckstraße entfernt. Folge: Die Straßenbahnlinie 3 kann bereits im ersten Baustadium nicht mehr durch die Bismarckstraße fahren. Sie wird bis Ende 2015 zwischen Hauptbahnhof und Luisenplatz über die Rheinstraße umgeleitet.

Omnibusse sollen bis August noch wie gewohnt verkehren, erklärte gestern Heag-Mobilo-Geschäftsführer Karl-Heinz Holub. Dann erreichen die Kanalarbeiten die Kreuzung Feldbergstraße und es wird voraussichtlich im großen Stil zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Busse Richtung Innenstadt werden dann über die Mornewegstraße umgeleitet. Umleitungen für Autofahrer sind erst für 2014 vorgesehen. Im Sommer nächsten Jahres soll die Erneuerung der Fahrbahn über die ganze Breite beginnen.

Der gesamte 700 Meter lange Bauabschnitt soll bis Dezember 2015 fertig sein. Danach beginnen die Arbeiten zwischen Dolivostraße und Willy-Brandt-Platz. Bis Ende 2018, so die bisherige Planung, ist die Bismarckstraße komplett saniert und neu gestaltet.

Die Kosten des Bauvorhabens gibt Lindscheid mit 13,6 Millionen Euro an. Verglichen mit den vor drei Jahren genannten Baukosten von 9,2 Millionen Euro entsprechen die aktuellen Zahlen einer Steigerung um fast 50 Prozent. Lindscheid begründet dies mit erhöhten Personal- und Materialkosten: „Je präziser die Planung wird, desto präziser ist auch die Kostenschätzung.“ (bad.)

Projektinformationen auf www.bismarckstrasse.darmstadt.de.

Auch interessant

Kommentare