Darmstadt

Platztaufe missglückt

Stadt muss Termin absagen.

Auf den Namen Hiroshima/Nagasaki-Platz soll der Platz oberhalb des Darmstadtiums an der Erich-Ollenhauer-Promenade getauft werden, eine Anregung des Darmstädter Friedensforums aufgreifend. Doch die Platzeinweihung ging erstmal daneben.

Der Termin für Montagabend stand schon fest, angekündigt war auch der japanische Anti-Atom-Aktivist Kazuhiko Kobayashi aus Tokio, der sprechen sollte. Doch weder er noch städtische Vertreter waren anzutreffen. Lediglich am Rande stand eine Handvoll Leute. Zur Aufklärung konnten Peter Rieth und Bernhard Bieniek vom Darmstädter Friedensforum beitragen, das die Initiative des Gedenkens an die Opfer der ersten Atombombenabwürfe von 1945 ergriffen hatte: Der Benennungsakt wurde gekippt. Grund: Der Platz gehöre der Technischen Universität, und diese sei nicht in die Planungen involviert gewesen.

Der Pressesprecher der Stadt, Daniel Klose, möchte das so nicht bestätigen: Das Friedensforum habe einen Termin zur Platztaufe anberaumt, doch sei der noch nicht mit allen Beteiligten abgestimmt gewesen, sagt er und räumt ein, dass der größte Teil des Platzes der TU gehört, nur die Verlängerung der Ollenhauer-Promenade sei städtisch. „Stadt und TU sind noch in Gesprächen.“ Doch sei man sich grundsätzlich einig über die Umbenennung in Hiroshima/Nagasaki-Platz.

Die Frage, ob es versäumt wurde, die TU einzubeziehen, beantwortet deren Sprecher Jörg Feuck zurückhaltend. Man sei „seit einiger Zeit“ in das Vorhaben involviert und führe „konstruktive Gespräche mit der Stadt“, teilt er mit. Dabei wolle man sich in keiner Weise in eine inhaltliche Diskussion über den künftigen Namen einmischen.“ (aw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare