1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Platznot in der Hoffmannschule

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Rund 130 Kinder gehen in die Hoffmann-Schule. Die Rektorin beklagt eine „abenteuerliche“ Betreuungssituation.
Rund 130 Kinder gehen in die Hoffmann-Schule. Die Rektorin beklagt eine „abenteuerliche“ Betreuungssituation. © Guido Schiek

Einrichtung bekommt frühestens 2017 einen Neubau.

Die Heinrich-Hoffmann-Schule ist schon lange ein Sanierungsfall. Allerdings wird Grundschülern, Lehrkräften und Eltern bis auf Weiteres noch viel Geduld abverlangt. Neubaubeginn, wo auch immer, wird frühestens 2017 sein.

Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte die Stadt der Schulgemeinde eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, deren Aufgabe es ist, das Für und Wider einer Sanierung oder eines Abrisses und Neubaus (womöglich an anderer Stelle) abzuwägen. Das schulintern veröffentlichte Dokument sollte auch den zu erwartenden Zuwachs von Schülern der mit aktuell 130 Kindern relativ kleinen, 1967 erbauten Grundschule an der Ecke Heinrichstraße/Hoffmannstraße berücksichtigen.

Nachdem sich seither nach Ansicht der Elternvertreter nichts getan hatte, war die Hoffmannschule wieder Thema in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Margarete Rotter, seit 15 Jahren Rektorin der Grundschule, hatte in der Bürgerfragestunde das Wort ergriffen und ihrem Unmut über das schleppende Verfahren Luft gemacht.

Kinder pendeln zwischen Standorten

Inzwischen sei auch die Betreuungssituation „abenteuerlich“, wie Rotter auf Anfrage erläuterte: Die Kinder, gut 50, Tendenz steigend, sind auf vier Standorte verteilt und pendeln zum Teil täglich von einem zum anderen.

Weil zum kommenden Schuljahr mehr Erstklässler kommen als Viertklässler die Schule verlassen und es sowieso schon eine Warteliste gibt, müsse womöglich ein weiterer Standort her, sagen Rotter und Christiane Dimitriou. Auch die Vorsitzende des Schulelternbeirats ist ungehalten über die Situation.

Schuldezernent Rafael Reißer schildert, die Machbarkeitsstudie verwerfe eine Sanierung und beinhalte eine Neubau-Lösung auf dem jetzigen, freilich relativ beengten Gelände ebenso wie einen Neubau an anderer Stelle. Im Blick sei das stadteigene Grundstück zwischen Mercksplatz und Rudolf-Mueller-Anlage in der Darmstraße (Haus der Vereine).

An beiden Standorten sei sowohl Zwei- als auch Dreizügigkeit möglich (zwei beziehungsweise drei Klassen pro Jahrgang). „Perspektivisch brauchen wir allerdings drei Züge“, sagt der Schuldezernent vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen im Allgemeinen und – angesichts bereits sichtbarer Nachverdichtung rund um die Hoffmannschule – im Besonderen.

Reißer sagt, das Planungsamt habe Bedenken geäußert, ein auf drei Züge ausgelegter Neubau am westlichen Ende der Rudolf-Mueller-Anlage – eine Frischluftschneise – könne das Stadtklima negativ beeinflussen. Da aber die kleine Variante (zwei Züge, wie bisher) wegen dauerhaft fehlender Räumlichkeiten neue Probleme aufwerfe, habe er eine nochmalige Prüfung veranlasst.

Joachim Lisowski, Technischer Betriebsleiter bei IDA, bestätigt, man sei noch in keiner Abschlussplanung. Allerdings sei die Fianzierung ab 2017 gesichert, sodass dann Baubeginn sein könnte. Für die dreizügige Variante seien zwölf Millionen veranschlagt, für die zweizügige zehn.

Was eine kurzfristige Lösung angeht, wiederholte Rafael Reißer seine Ankündigung, die Stadt Darmstadt werde sich um Mobi-School-Elemente bemühen, also Container. (how)

Auch interessant

Kommentare