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Ein Platz im vorderen Drittel

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Historische Bauten und moderne Hotels liegen oft nahe beieinander.
Historische Bauten und moderne Hotels liegen oft nahe beieinander. © André Hirtz

Das Internet-Portal „Ab-in-den-Urlaub.de“ hat Darmstadt auf Rang 38 der 120 beliebtesten Städte gesetzt. Jährlich werden fast 600.000 Übernachtungen gezählt.

Ludwigsburg hat eines der größten Barockschlösser Deutschlands und die berühmte Gartenausstellung „Blühendes Barock“, Tübingen hat eine spektakuläre Altstadt am Neckar und Friedrich Hölderlin – und trotzdem nehmen beide laut Internet-Portal „Ab-in-den-Urlaub.de“ nur die Plätze 72 und 79 der 120 beliebtesten deutschen Städtereiseziele ein. Darmstadt liegt dagegen auf Platz 38 und damit im vorderen Drittel, hinter Trier, Augsburg, Konstanz, Bochum, Koblenz und Kiel – und vor Bielefeld, Chemnitz und Magdeburg. Selbst Bamberg (Platz 44) und Passau (55) liegen weiter hinten. Und natürlich Offenbach (57).

Die Zahl der Übernachtungen bewegt sich laut Statistischem Landesamt seit 2010 an der 600.000er-Marke. 2013 wurden knapp 595 000 Hotel-Übernachtungen gezählt. Dazu kamen rund 770.000 Übernachtungen bei Verwandten und Bekannten, wie eine von der Stadt in Auftrag gegebene Studie zum „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Darmstadt“ ausweist. An Tagesreisen waren es 10,1 Millionen. Auf 17 Tagesreisende kommt also eine Übernachtung, insgesamt wurden 11,475 Millionen Aufenthaltstage in Darmstadt gezählt.

435 Millionen Euro Umsatz

Der Tourismusmarkt in der Stadt macht einen Brutto-Umsatz von 435,4 Millionen Euro. Auf gewerbliche Übernachtungsbetriebe entfielen dabei im Jahr 2012 insgesamt 178,70 Euro pro Tag und Person und 77,70 Euro auf Privatvermieter.

30,20 Euro ließen Verwandten- und Bekanntenbesucher pro Tag durchschnittlich in der Stadt, ebenso viel wie die Tagesgäste, die aber aufgrund ihrer millionenschweren Zahlen 305 Millionen Euro Bruttoumsatz und damit das Gros ausmachen.

Vom übernachtenden Tourismus profitiert zu 63,5 Prozent das Gastgewerbe, zu 19,2 Prozent der Einzelhandel und zu 17,3 Prozent der Dienstleistungssektor. Bei den Tagesbesuchern verhält es sich naturgemäß anders: Hier profitieren der Einzelhandel zu 56,6 Prozent, das Gastgewerbe zu 31,5 Prozent und die Dienstleistungen zu 11,9 Prozent.

Übernachtungstouristen und Tagesbesucher bescherten dem Darmstädter Einzelhandel 2012 einen Umsatz von 206,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von knapp der Hälfte dessen, was hier insgesamt ausgegeben wird. Das Gastgewerbe profitiert mit 171,3 Millionen Euro (knapp 40 Prozent Anteil), die Dienstleistungen mit 57,7 Millionen (13,3 Prozent). Die Studie spricht von den Wechselwirkungen bei Einzelhandel und Tourismus: Tourismus fungiert als Umsatzbringer, und Shopping fungiert als Tourismusmagnet.

Arbeitsplätze

Der Tourismus in Darmstadt sichert auch Arbeitnehmern ihr Auskommen. So sind 7030 Personen in diesem Sektor beschäftigt, jeder von ihnen könnte im Jahr im Durchschnitt 27 000 Euro damit verdienen. Mehrwertsteuer und Einkommensteuer durch Tourismus machen im Jahr 46,7 Millionen Euro aus.

Nach einer Beule 2007 und einer Delle 2009 steigen die Übernachtungszahlen kontinuierlich an. Die Bettenauslastung liegt seit 2007, dem Jahr, in dem das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium seinen Betrieb aufgenommen hat, laut statistischem Landesamt zwischen 36 und 39,2 Prozent.

Die Zahl der ausländischen Gäste steigt nach einem Einbruch von 2006 auf 2007 (minus 16,7 Prozentpunkte) seither wieder kontinuierlich an. 2013 betrug sie 80 789: ein Rekordhoch. (rwb)

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