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Platz zum Spielen gesucht

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Für die 20 Kinder werden 100 Quadratmeter Wohnfläche und ein Garten benötigt.
Für die 20 Kinder werden 100 Quadratmeter Wohnfläche und ein Garten benötigt. © Roman Grösser

Der Kindergarten Zauberwald muss seine Räume in Arheilgen verlassen – und findet trotz wochenlanger Suche keine neue Bleibe.

Ein Abschied steht der Arheilger Kindergruppe Zauberwald bevor. Kinder und Erzieher müssen ihre bisherigen Räume und den idyllischen Garten in der Jägertorstraße verlassen. Ein neues Domizil für die Kindertagesstätte wird seit eineinhalb Jahren erfolglos gesucht.

„Wir haben wochenlang Anzeigen geschaltet“, sagt Elke Ohm, deren Kind den Zauberwald besucht. Engagierte Eltern haben sich außerdem zu einer AG Mietgruppe zusammengeschlossen, studieren Immobilienangebote, durchforsten das Internet und verteilen Flyer. Auch die Stadt unterstützte den Zauberwald, allerdings besitze sie kein geeignetes Objekt, das sie dem Kindergarten zur Verfügung stellen könnte.

Zur Miete oder zum Kauf sucht die Kindertagesstätte in freier Trägerschaft möglichst ebenerdige Räume mit einer Wohnfläche von mindestens 100 Quadratmetern. Benötigt wird auch ein Garten, da der Zauberwald eine naturpädagogische Ausrichtung hat.

Warum sich die Suche so schwierig gestaltet, kann Ohm nur vermuten. Wahrscheinlich befürchteten Vermieter großen Lärm.

Dabei bestehe der Zauberwald nur aus einer Gruppe von 20 Kindern, die montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr betreut würden. Die mittägliche Ruhepause werde eingehalten, und ein „solventer Mieter“ sei der Zauberwald ohnehin. In den 20 Jahren seit Bestehen der Kindergruppe habe es keine Probleme mit den Nachbarn gegeben, betont Ohm und blickt wehmütig in den Garten an der Jägertorstraße, wo die Zwei- bis Sechsjährigen die Spielgeräte nutzen. Zwei interessante Objekte seien bereits am Einspruch der Nachbarn gescheitert.

Verständnis haben alle für die Kündigung ihres im gleichen Haus wohnenden Vermieters, der mehr Platz für seine Familie benötigt. Um den Zauberwald nicht in eine akute Notlage zu bringen, darf der Kindergarten vorerst einen Teil der Räume behalten. Zudem soll ein Container aufgestellt werden. „Eine Notlösung“, sagt Ohm. Die Ungewissheit über das künftige Domizil sorge für Verunsicherung bei Eltern, die ihre Kinder anmelden wollen. Die Hoffnung, einen neuen Zauberwald zu finden, hat das Team jedoch nicht aufgegeben. ? (sil)

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