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Es wäre ein Mammut-Projekt für Dieburg: Das Unternehmen Ceva Logistics will sich im Osten der Stadt ansiedeln und Lagerhallen bauen.

Es wäre ein Mammut-Projekt für Dieburg - mit Auswirkungen über die Stadt hinaus -, das in der Sitzung des Dieburger Stadtparlaments vorgestellt wurde. Das weltweit operierende Unternehmen Ceva Logistics, mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr global auf Rang vier unter den Logistikkonzernen, will im Osten der Stadt ein Logistikzentrum bauen. Die Stadt würde etwa sechs Hektar Fläche veräußern und könnte mit Einnahmen von sechs Millionen Euro rechnen.

Das Konzept von Ceva Logistics sieht vor, zwei Lagerhallenkomplexe zu errichten, zwischen denen sich eine überdachte Lkw-Andienung befinden würde. Die Zufahrt zum Logistikzentrums, in dem erst einmal vornehmlich Reifen gelagert würden, soll über einen Anschluss mit der K 128 ermöglicht werden. Gespräche mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen soll es schon gegeben haben.

Standorte zusammenziehen

Andreas Wagner von der Geschäftsführung am Nord-Europa-Sitz des Unternehmens in Frankfurt kam bei seinen Erläuterungen mehrfach auf das Thema "Konsolidierung des Unternehmens" zu sprechen. Im Klartext heißt das: Man will nicht nur neue Kunden für die logistischen Dienstleistungen gewinnen, sondern bestehende Standorte im Umkreis in Dieburg zusammenfassen.

Die Pläne sehen vor, die Lager bei Lengfeld, das vor fünf Jahren errichtet wurde, und in Eppertshausen sowie in Breuberg (Odenwaldkreis) zu schließen und an den neuen Standort zu überführen. Die Verwaltung am Otzberg soll ebenfalls nach Dieburg ziehen. Erweiterungspläne bei Lengfeld seien vom Tisch, weil Grundstücksverhandlungen ergebnislos geblieben waren.

"Langfristig" gebe es sogar die Überlegung, mit dem Hauptsitz Frankfurt - "dem teuersten Gewerbesteuer-Standort in der Republik" - nach Dieburg zu ziehen. Dann würden die Gewerbesteuerzahlungen dorthin fließen.

150 Arbeitsplätze würden in der ersten Ausbaustufe entstehen, jedoch hauptsächlich von Mitarbeitern ehemaliger Standorte besetzt. Erst in einer zweiten Phase sei mit zusätzlichen Stellen zu rechnen, erklärte Wagner. Auch auf Fragen nach der Verkehrsbelastung ging der Unternehmensvertreter ein. In den "Hauptzeiten" - etwa bei der Auslieferung von Reifen vor Winterbeginn - seien bis zu 100 Lkw am Tag einzukalkulieren. "Eine relativ hohe Frequenz", räumte er ein. Ansonsten sollen es 30 bis 40 sein. "Aber die Lkw von Lengfeld fahren sowieso schon bei Dieburg durch", so Wagner.

Dem Unternehmen gehe es zunächst darum, die "Rahmenbedingungen" für das Projekt zu schaffen und alle Genehmigungsverfahren zu durchlaufen, sagte Marc Loose, zuständig für den Bereich Geschäftsentwicklung. Dafür habe das Dieburger Parlament die Voraussetzungen geschaffen habe. Endgültig entschieden sei noch nichts. (kath)

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