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So soll die neue Firmenzentrale auf dem ehemaligen Kasernengelände in Darmstadt aussehen. 

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Akasol baut in Darmstadt eine neue Firmenzentrale

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In der neuen Darmstädter Firmenzentrale sollen 500 Mitarbeiter Platz haben. Der Standort Langen soll aber bestehen bleiben.

Mit der Entwicklung eines Rennsolarmobils namens „Pinky“ von Studierenden der Technischen Hochschule Darmstadt 1990 begann die Erfolgsgeschichte von Akasol – dem heute führenden Hersteller von Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge. Pinky gewann dreimal in Folge den Solarmobilwettbewerb „Tour de Sol“, und aus dem Kreis der Entwickler entstand die gemeinnützige Akademische Solartechnikgruppe Akasol. Jetzt kündigte das inzwischen börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Darmstadt den Bau seiner neuen Firmenzentrale im Südwesten Darmstadts an. Man habe am Dienstag von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das Grundstück erworben, „um dort das für die kommenden Jahre zu erwartende dynamische Wachstum des Unternehmens maßgeblich voranzutreiben“, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Neubau soll Platz für bis zu 500 Arbeitskräfte bieten. Baubeginn ist bereits im April.

Auf dem 20 000 Quadratmeter großen Grundstück, einem Teilstück der Konversionsflächen der ehemaligen Kelley-Barracks, entstehen nach den Plänen des Batterietechnologie-Unternehmens bis Mitte 2020 zwei Gebäude: zum einen das neue vierstöckige Hauptverwaltungsgebäude mit 7000 Quadratmeter Fläche. Zum anderen wird die angrenzende Produktions-, Montage- und Lagerhalle mit einer über zwei Geschosse verteilten Bruttofläche von 15 000 Quadratmetern sowohl für den Ausbau der Serienproduktion als auch für die Fertigung von Kleinserien ausgerichtet sein. Daneben sollen dort auch Prototypen- und Musterbau, Service-Werkstätten, das Lager sowie ein hochmodernes Test- und Prüfzentrum für die Batteriesystem-Entwicklung Platz finden. Insgesamt sei die neue Halle damit viermal so groß als der aktuelle Serienproduktions-Standort in Langen, der laut Unternehmen erhalten bleiben soll. Die am neuen Standort geplanten Produktionskapazitäten orientierten sich an neuen Kundenauftragsvolumen, die sich aktuell noch in der Verhandlung befänden.

„Das extrem dynamische Wachstum von Akasol erforderte eine massive Erweiterung der Büro- und Produktionskapazitäten“, sagte Vorstandsvorsitzender Sven Schulz. Die Stadt Darmstadt habe die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um den Ausbau zu ermöglichen. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) begrüßte die Standortentscheidung. Akasol sei ein Leitunternehmen der ökologischen Verkehrswende insgesamt und für Darmstadt im Speziellen, indem es die großartige Maschinenbau- und Elektrotechniktradition der Stadt auf eine neue Ebene führe und in besonderer Weise das forschungsorientierte Profil der Wissenschaftsstadt verkörpere. „Elektro- und Hybridantriebe stehen für Zukunftsfähigkeit und werden global weiter enorm an Bedeutung gewinnen“, so der OB.

Akasol - Das Unternehmen

Akasol produziert Batteriesysteme für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb.

In Langen betreibt die Firma nach eigenen Angaben Europas größte Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Jahreskapazität von 600 Megawattstunden(3000 E-Busse).

Firmengründung war 2008, der Börsengang 2018. Beschäftigt sind 180 Mitarbeiter. 2017 lag der Umsatz bei rund 14 Millionen Euro.

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