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Pläne für die Odenwaldstraße

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Günstiger Wohnraum auf ungenutzten Grundstücken

Der Bebauungsplan „Odenwaldstraße“ soll geändert und mit einer Veränderungssperre versehen werden. Zwei Beschlussvorlagen des Magistrats dazu hat Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) kurzfristig im Haupt- und Finanzausschuss verteilt. Abgestimmt wird darüber erst heute im Stadtparlament am Dienstag (19 Uhr, Historisches Rathaus).

Ins Rollen gebracht hatte die Diskussion das Vorhaben der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde, das ehemalige Rewe-Marktareal in der Odenwaldstraße 18 in ein religiöses und soziales Zentrum umzuwandeln. Dieser Bauantrag ist mittlerweile zurückgezogen worden. Sowohl der Magistrat als auch die Fraktionen hatten große Bedenken geäußert, an diesem Standort die geplante Halle zu genehmigen.

Für die SPD-Fraktion begrüßte Jürgen Martin die beiden Beschlussvorlagen. Wäre diese Initiative nicht vom Magistrat gekommen, hätte die SPD einen entsprechenden Antrag gestellt. „Aber wir halten es für zielführender, wenn das der Magistrat regelt“, sagte Martin: „Es geht im Grunde darum, dass wir die Odenwaldstraße insgesamt in den Griff bekommen. Das kann man nicht nur auf das Thema Sozialzentrum begrenzen, sondern die Straße muss sich wieder stärker an unseren Vorgaben entlang entwickeln.“

Viertel soll erhalten bleiben

Die Planung für das 16 Hektar große Quartier westlich des Dornberger Bahnhofs zielt darauf ab, dort preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Die Wohnungen sollen auf ungenutzten Grundstücken nahe dem Bahnhof entstehen, weshalb Teilbereiche der Odenwaldstraße als Mischgebiet festgesetzt werden.

Es geht um den Erhalt dieses Viertels als „attraktiver, vielfältiger und innenstadtnaher Gewerbestandort“, heißt es im Beschlussvorschlag. Vorhandene Einzelhandelsbetriebe genießen Bestandsschutz. Als ausnahmsweise zulässige Nutzungen im Gewerbegebiet sind Vergnügungsstätten sowie Anlagen für kirchliche, kulturelle und soziale Zwecke benannt.

Im Stadtparlament geht es aber erst einmal um den Aufstellungsbeschluss, noch nicht um den geänderten Bebauungsplan als Satzung. Zur Sicherung der Bauleitplanung soll eine Veränderungssperre erlassen werden. (dirk)

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