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Mit Pistole im Intercity

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Blaulicht: Polizei im Einsatz.
Blaulicht: Polizei im Einsatz. © dpa

Ein betrunkener Mann randaliert im Intercity und bedroht Fahrgäste mit einer Pistole. Ein anderer Zug gerät auf Abwege nachdem er fehlgeleitet wurde.

Zwei Vorfälle bei der Deutschen Bahn haben für einige Aufregung gesorgt. Am Samstag hielt ein betrunkener Fahrgast in einem Intercity zwischen Bensheim und Darmstadt die Mitreisenden in Atem. Wie die Bundespolizei erst jetzt mitteilte, zückte der 27 Jahre alte Mann gegen elf Uhr plötzlich eine Schusswaffe und fuchtelte damit vor den anderen Passagieren herum.

Ein Zugbegleiter informierte die Bundespolizei, die den Mann im Darmstädter Hauptbahnhof festnehmen konnte. Wie sich herausstellte, hatte er mit einer Schreckschusswaffe hantiert. Außerdem führte er 50 Schuss Munition mit sich. Eine Blutprobe ergab 2,4 Promille. Gegen den Mann, der in Darmstadt von seiner Mutter abgeholt wurde, wird nun von der Polizei ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Der zweite Zwischenfall ereignete sich, als gestern ein Regionalexpress von Frankfurt nach Heidelberg unterwegs war. Fahrgäste, die den Regionalexpress regelmäßig benutzen, wunderten sich: Kaum hatte ihr Zug um 12.06 Uhr den Frankfurter Hauptbahnhof verlassen, fuhr er eine ungewohnte Strecke.

Im Bahnhof Frankfurt-Sportfeld hielt der Lokführer an. Über Funk wurde ihm mitgeteilt, dass sein Zug fehlgeleitet worden war. Das komme gelegentlich vor, so ein Bahnsprecher, wenn durch das vollelektronische Stellwerk eine Weiche falsch gestellt werde.

Der Zug, der auf der Riedbahn gelandet war, musste umkehren. Mit 17 Minuten Verspätung rollte er schließlich im Darmstädter Hauptbahnhof ein.

Passieren könne bei einer Fehlleitung nichts, so die Pressestelle der Bahn. Die Züge seien elektronisch so gut abgesichert, dass auch ein fehlgeleiteter Zug nicht mit regulären Zügen auf der Strecke kollidieren könne. (hde)

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