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Es müssen nicht immer Perlen sein - Die Halskette hat Marion Heilig aus Berlin gestaltet.
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Es müssen nicht immer Perlen sein - Die Halskette hat Marion Heilig aus Berlin gestaltet.

Kunst Object 9

Pinguine in der Orangerie

Darmstadt Bei der "Kunst Object 9" stellen Kunsthandwerker aus ganz Deutschland aus. Dort gibt es Kunst für den Garten und fürs Handgelenk. Auf Wunsch auch als Sonderanfertigung.

Von SILKE RUMMEL

Andreas Hinder mag Tiere. Er mag sogar Ratten. Sie sitzen zu mehreren zusammen, ein wenig geduckt, als seien sie auf dem Sprung. Ihre Körper sind aus Ton, Füße und Schwanz aus Metall. Hinder kam durch das Experimentieren mit den Materialien zu den Ratten. Er ist Keramiker und Keramikgestalter und kommt aus Höhr-Grenzhausen bei Koblenz, einem Ort, den die Keramik prägt.

Hinders Markenzeichen sind die Tierkeramiken: Frösche, Nashörner, Katzen, Pinguine, Ziegenböcke, Hasen, die miteinander balgen, Krähen und Ratten. Beim Ehepaar Schneider aus Griesheim sitzen zwei von Hinders Fröschen am Teich. "Lustige Frösche", nennt Wolfgang Schneider die Keramiken. Jetzt interessiert sich das Ehepaar für eine Krähe.

Bloß nicht zu niedlich

Warum macht Hinder ausgerechnet Ratten und Krähen? "Ich brauche einen Gegenpol", sagt Hinder, "sonst wird das zu niedlich und kitschig."

Er ist einer von mehr als 40 Künstlern und Kunsthandwerkern aus ganz Deutschland, die am Wochenende auf der "Kunst Object 9" in der Darmstädter Orangerie ausgestellt haben. Die "Kunst Object" gibt es seit 2001. Sie wird von der Vereinigung Angewandte Kunst Darmstadt (akd) organisiert.

Ringe mit Fach für speziellen Inhalt

Die Türen sind zum Orangeriegarten hin geöffnet. Draußen statten sich Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellung "Gartenlust" mit Pflänzchen aus. Sie betrachten Gartenmöbel oder Steinfiguren. Drinnen in der Orangerie setzt die "Kunst Object" auf Unikate und Ungewöhnliches. Die Geschenkverpackungen aus Filz zum Beispiel sehen aus wie kleine Kissen und haben eine Schlaufe zum Öffnen. Es gibt Hüte und Schuhe, Portemonnaies, filigranes Porzellan, Stoffe, Kleider, Schmuck, Arbeiten aus Holz, Papier, Leder und Glas.

Vitalis Kubach aus der Nähe von Marburg ist zum vierten Mal bei der "Kunst Object" dabei. In einer ihrer Vitrinen finden sich Ringe, die statt eines Steines eine Art Glasfach haben, in dem Sand oder Salz hin- und herrieseln - auf Wunsch auch das, was die Kundinnen gerne darin hätten.

Ihr Name steht aber vor allem für Kieselarbeiten - als Kettenanhänger oder eingefasst am Ring. Schlichte Steine, und doch ist jeder etwas Besonderes. "Es spricht Leute an, die natürlich sind, die einen Bezug zum Leben haben", sagt die diplomierte Edelstein- und Schmuckdesignerin.

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