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Phase zwei am Paulusplatz

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Das 240 Quadratmeter große Wasserbecken samt Springbrunnen wird erst 2014 saniert .
Das 240 Quadratmeter große Wasserbecken samt Springbrunnen wird erst 2014 saniert . © Claus Völker

Noch in diesem Jahr sollen Treppen und Mauern am Paulusplatz in Darmstadt wieder hergerichtet werden. Für den dritten Bauabschnitt ist die denkmalgerechte Pflege der Grünanlage angedacht.

Am Darmstädter Paulusplatz beginnt der zweite Bauabschnitt der Sanierung, der 2014 abgeschlossen sein soll. Die Gesamtkosten beziffert das Darmstädter Architekturbüro Rittmannsperger auf 230.000 Euro.

Nachdem am 1. September vergangenen Jahres mit einem großen Fest am Paulusplatz der erste Bauabschnitt der Sanierung gefeiert worden war, werden nun die nächsten Schritte eingeleitet. Noch in diesem Jahr sollen die Treppe und die Mauer an der Ohlystraße sowie die Treppe Richtung Wittmannstraße hergerichtet werden. Erst im nächsten Jahr steht das größte Teilprojekt des zweiten Bauabschnittes an: Sanierung und Abdichtung des rund 240 Quadratmeter großen Wasserbeckens samt Wiederinbetriebnahme seiner Springbrunnenanlage.

Baudezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) und Wolfgang Rösch, einer ihrer Amtsvorgänger und Vorsitzender der Initiative Paulusplatz, betonten bei der Vorstellung der nächsten Arbeiten, dass es wichtig sei, auf der Baustelle keinen Stillstand eintreten zu lassen. So könnten die Spender sehen, dass die Sanierung fortschreite und nicht zu den Akten gelegt werde.

Als dritter Abschnitt könnte die denkmalgerechte Pflege der Grünanlage folgen. Die Stadt hat dazu ein sogenanntes Parkpflegewerk samt Kostenschätzung beauftragt. Wie das Pflegewerk finanziell umgesetzt werden könnte, werde mit der Initiative Paulusplatz abgestimmt, sagte Lindscheid.

Der erste Bauabschnitt, veranschlagt auf 430?000 Euro, war mit 700.000 Euro wesentlich teurer geworden, nicht zuletzt durch Probleme im Bauuntergrund. Die Kosten für die Sanierung von Terrasse, Bastion, Freitreppe und Triton-Brunnen wurden je zu einem Drittel von Spendern, der Stadt und dem Denkmalschutz getragen.

Die Stadt stellt nun für den zweiten Bauabschnitt 80?000 Euro bereit. Der Rest soll mit Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des hessischen Landesamts für Denkmalpflege sowie Spenden der Initiative Paulusplatz finanziert werden, wie Lindscheid berichtete.

Wie Rösch mitteilte, hat die Bürgerinitiative seit ihrer Gründung 2008 schon 280.000 Euro gesammelt, „und noch immer fließen uns erhebliche Spenden zu“. Die für den zweiten Bauabschnitt zugesagten 100?000 Euro will die Initiative unter anderem mit der Kampagne „Paulusplatz sucht Beckenbauer“ aufbringen. Dabei geht es um die Sanierung des maroden Wasserbeckens.

Wie Joachim Schmidt, bis zu seinem Ruhestand Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der am Paulusplatz residierenden Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), erläuterte, können Bürger die Patenschaft für den gefliesten Beckenboden oder Randsteine übernehmen. Ein Quadratmeter kostet 100, ein Randstein 150 Euro. Die Quadrate sollen mit den Spendernamen beschriftet werden. Ein Bauschild soll den Fortgang der Patenschaftsaktion dokumentieren.

Parallel dazu gibt es auch weiter die Möglichkeit, 750 Euro zu spenden und dafür eine Bronze-Plastik von Thomas Duttenhoefer zu bekommen. Lindscheid zeigte sich „guter Dinge“, dass mit Spenden und der neuen Kampagne genügend Geld zusammenkomme, um die Sanierung 2014 zügig abzuschließen. Erst dann, so Architekt Rittmannsperger, werde die Anmutung des Areals wieder sicht- und erlebbar. Die Kombination so vieler unterschiedlicher Wasserflächen – zwei Brunnen und die Anlage im Wasserbecken – sei selten in Darmstadt.

Verärgerung hatte es zuletzt darüber gegeben, dass der gerade sanierte Wandbrunnen mit der Tritonfigur an der Südseite der Bastion schon wieder versiegt war. Eine Mitarbeiterin des Eigenbetriebs Immobilienmanagement (IDA) gab nun folgendes Versprechen: „Die Brunnen werden noch im Mai wie alle städtischen Brunnen eingeschaltet.“ (ryp.)

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