Langen

Paul-Ehrlich-Institut bleibt (wohl) vor Ort

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Ministerium hat sich für einen Standort entschieden. Der Bundestagsabgeordnete Björn Simon weiß schon wo.

Das Paul-Ehrlich-Institut soll nach Informationen des Obertshausener Bundestagsabgeordneten Björn Simon (CDU) weiterhin in Langen angesiedelt bleiben. Am Mittwoch teilte Simon mit, „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mir persönlich mitgeteilt, dass das Paul-Ehrlich-Institut seinen Sitz auch zukünftig in Langen haben wird“. Damit wäre für die Stadt die Zeit des Bangens vorüber, schließlich hat Langen seit Beginn der Diskussion um einen Neubau des Bundesinstituts vor knapp drei Jahren für einen Verbleib im Stadtgebiet geworben.

Bestätigt wurde die Entscheidung für den Standort Langen aber noch nicht, weder vom Institut selbst, noch von der für die Grundstücksfrage zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) oder von der Stadt. Allerdings teilte die BIMA auf Nachfrage mit, dass sich das Institut und das Bundesgesundheitsministerium auf einen Standort geeinigt und die BIMA zum Kauf eines Grundstücks ermächtigt hätten - für welches, wollte man dort aber nicht sagen. Die Verkaufsverhandlungen sollen voraussichtlich Mitte Juni beendet sein.

Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) zeigte sich von Simons Mitteilung überrascht. „Es wurde eigentlich mit der BIMA ausgemacht, erst dann an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn ein entsprechender Kaufvertrag für ein Grundstück unterzeichnet wurde“, sagt er der FR.

Das Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel ist seit 1990 im Norden Langens ansässig. Vor knapp drei Jahren kam bei einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung die Frage nach einem Neubau auf, da das bisherige Gebäude für die inzwischen knapp 800 Beschäftigten zu klein geworden ist. Das Institut hat bereits mehrere Räumlichkeiten in Langen angemietet, um dem Platzmangel zu begegnen.

„Es geht hier nicht nur um Grundsteuereinnahmen, sondern auch um eine Menge Arbeitsplätze in der Stadt, daher haben wir schon zu Beginn zwei Grundstücksoptionen für einen Neubau vorgeschlagen“, sagt Gebhardt. Während ein Grundstücksvorschlag der Stadt frühzeitig ausschied, setzte sich der zweite, ein rund zehn Hektar großes Gelände gegenüber des bisherigen Standorts, nun wohl durch: Noch ist dort der Reiterhof „Kronenhof“ angesiedelt, doch möchte die Inhaberin diesen aufgeben. „Für das Paul-Ehrlich-Institut wäre die Lage ideal, es wäre ein Umzug auf die andere Straßenseite“, sagt Gebhardt.

Andere Kommunen hatten sich ebenfalls Hoffnung auf eine Ansiedlung gemacht, da das Institut in der Region bleiben wollte. Zuletzt seien jedoch nur noch Langen und Hochheim in der engeren Wahl gewesen.

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