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Passivhaus wird noch sparsamer

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Von: Andreas Hartmann

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Älteste Anlage weltweit ist nachgerüstet worden. Besitzer konnten Zertifikat entgegennehmen.

Das weltweit erste Passivhaus steht in Kranichstein. 25 Jahre nach seinem Bau im Jahr 1991 ist das Reihenhaus, das international Nachfolger gefunden hat, von seinen Besitzern nochmals aufgerüstet worden. Seither produziert eine 26 Quadratmeter große Photovoltaikanlage den Strom für das Pionierprojekt, das damit nun die Kriterien für das Passivhaus Plus erfüllt. Dafür gab es jetzt das offizielle Zertifikat.

„Passivhäuser sind ausgezeichnet dafür vorbereitet, erneuerbare Energie zu verwenden. Mit dem sehr niedrigen Heizenergiebedarf ist es sogar möglich, aus der Sonne so viel Energie direkt am Haus zu gewinnen, wie im Haushalt das Jahr über verbraucht wird“, erläutert Besitzer Wolfgang Feist, der das Zertifikat zusammen mit seiner Frau Witte Ebel entgegennehmen konnte.

Bis heute wohnt der Bauphysiker und Gründer des Passivhaus-Instituts mit seiner Familie hier. Mit dem Passivhaus Plus trage das Passivhaus zum zweiten Schritt der Energiewende bei, sagt Feist. Zusätzlich zur Energieeffizienz wird nun direkt am Gebäude regenerative Energie gewonnen.

Familie Feist stattete ihr 156 Quadratmeter großes Haus von Beginn an mit äußerst effizienten Geräten aus. So ist der Stromverbrauch auch mit Betrieb der Lüftungsanlage gering. Das gilt auch für die in diesem Herbst zu Testzwecken neu installierte Luft-Luft-Wärmepumpe, die sowohl zum Heizen sowie zum Lüften genutzt wird und mit ungefähr 30 Prozent des Energieeinsatzes auskommen soll, der bisher an Erdgas für die Brennwertheizung genutzt wurde. aph

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