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Parkingday in Darmstadt: So sieht die Welt ohne Autos aus

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Von: Claudia Kabel

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Parkingday in Mainz.
Parkingday in Mainz. © VCD/Carlo Müller

Yoga auf dem Bürgersteig und Kinder, die auf der Straße spielen? Beim Parkingday soll das Wirklichkeit werden – zumindest auf einer Straße in Darmstadt.

Wie sollen unsere Straßen in der Zukunft aussehen, und wie schaffen wir die Verkehrswende? Das sind Fragen, die auch in Darmstadt viele Menschen umtreiben.

Zum internationalen Parkingday am kommenden Samstag, 17. September, soll auch in Darmstadt öffentlicher Raum umgestaltet werden. In der Liebfrauenstraße zwischen Heinheimerstraße und Lichtenbergplatz sollen deshalb alle Autos weichen. Weder am Straßenrand noch auf der Fahrbahn sollen Autos zu sehen sein. Das teilte das Bündnis „Martin macht Platz“ mit. Stattdessen sollen Anwohnende ins Gespräch kommen, Kinder auf der Straße spielen oder Menschen dort Yoga machen. Von 15 bis 22 Uhr laden die Organisatoren zum Verweilen, Erleben und Diskutieren ein.

Das Bündnis „Martin macht Platz“, zu dem unter anderem VCD, Transition Town, BUND Jugend, FFF oder Verdi gehören, werden am Aktionstag verschiedene Infostände anbieten. Die Gruppe Heinerblocks sammelt Unterschriften für die Umsetzung von Superblocks in Darmstadt (openpetition.de/!kpzpb). Darüber hinaus gibt es eine Diskussionsrunde zur Verkehrswende, Redebeiträge und Live-Musik. Luisa Emrich von Heinerblocks erklärt: „Ein Auto wird durchschnittlich weniger als eine Stunde pro Tag genutzt. Den Rest der Zeit wird es geparkt und nimmt dabei etwa den Platz eines Kinderzimmers ein.“ Platz, der Mangelware und schwer umkämpft sei.

Mit der Aktion wollen die Initiativen zeigen, dass man öffentlichen Raum sinnvoller nutzen könnte, wenn es attraktiver wäre, zu Fuß zu gehen, mit dem Fahrrad zu fahren oder den ÖPNV zu nutzen. Sie wenden sich auch gegen Falschparken und setzen sich für bessere Geh- und Radwege sowie die Sperrung von Schleichwegen ein und begrüßen die städtische Parkraumbewirtschaftung.

Indes hat der Magistrat jüngst beschlossen, das Angebot des ÖPNV als „wichtige Säule der Mobilität zu verbessern und zu erweitern“. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember soll der Shuttlebus-Verkehr zur Welterbestätte Mathildenhöhe in Gestalt der neuen Buslinie M in den regulären Linienverkehr überführt werden. Im kommenden Jahr sollen zudem laut einer Mitteilung weitere Verbesserungen im Busverkehr – unter anderem im Stadtteil Wixhausen – umgesetzt werden. Außerdem sollen mehrere Buslinien, etwa F, L und H, häufiger fahren.

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