Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von August an gilt auch unterhalb des Schwanentempels eine Höchstparkdauer von zwei Stunden.
+
Von August an gilt auch unterhalb des Schwanentempels eine Höchstparkdauer von zwei Stunden.

Darmstadt

Parken auf der Mathildenhöhe in Darmstadt wird extrem teuer

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Rund um die neue Unesco-Weltkulturerbe-Stätte, der Darmstädter Künstlerkolonie, werden künftig zehn Euro pro Stunde für das Parken fällig, sobald Parkscheinautomaten beschafft sind. Eine Höchstparkdauer von zwei Stunden gilt schon von Montag, 2. August, an. Dann fährt auch ein Shuttlebus von der Innenstadt kostenfrei zur Mathildenhöhe und wieder zurück.

Nach der Auszeichnung der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt als Weltkulturerbe beginnt die Stadt damit, das Parken rund um den Hochzeitsturm, das Museum Künstlerkolonie und die Künstlerhäuser zu reglementieren. Von Montag, 2. August, an gilt im Gebiet der Mathildenhöhe eine Höchstparkdauer von zwei Stunden. Anwohnerinnen und Anwohner können spezielle Dauerparkausweise für 120 Euro pro Jahr sowie Besucherkarten für Gäste erwerben, um diese für den Besuch von der maximalen Parkzeit zu befreien. Entsprechende Genehmigungen können online unter www.darmstadt.de/parken beantragt werden.

Gebiet um Mathildenhöhe wird teuerste Parkzone in Darmstadt

Gegen die Stimmen von SPD, FDP, AfD, Uwiga/WGD, jeweils einer Stadtverordneten der Freien Wähler und der Piratenpartei hat das Stadtparlament zudem bereits vor einigen Wochen beschlossen, das Parken auf der Mathildenhöhe drastisch zu verteuern.

Sobald entsprechende Parkscheinautomaten beschafft und installiert worden sind, sollen die Parkgebühren westlich der Pützerstraße einen Euro je halbe Stunde betragen. Östlich der Pützerstraße – also rund um die Welterbezone der Mathildenhöhe – wird das Parken dann allerdings fünf Euro pro 30 Minuten kosten. Wann die Parkautomaten aufgestellt werden, hat die Stadt bislang allerdings noch nicht mitgeteilt. Die Parkgebühren werden von montags bis sonntags rund um die Uhr fällig.

Darmstadt: Neue Parkzone zwischen Schloss und Bahngleisen

Die Parkzone umfasst die Straßen innerhalb des Gebiets südlich der Alexanderstraße und der Dieburger Straße, östlich der Straße Schlossgraben (wo sich auch das Kongresszentrum Darmstadtium befindet), westlich der Bahngleise am Ostbahnhof sowie nördlich der Landgraf-Georg-Straße. Dieser Bereich entspricht nach Angaben der Stadt zugleich der im Welterbe-Bewerbungsantrag vorgeschlagenen Pufferzone um das Nominierungsgebiet.

Vorgesehen ist zudem, die Abstellplätze auf der nördlichen Seite der Landgraf-Georg-Straße und die Parkplätze auf der südlichen Seite der Dieburger Straße und der Alexanderstraße einzeln zu beschildern. Die geplanten Standorte der Parkscheinautomaten wurden nach Angaben der Stadt bereits mit dem Unesco-Welterbe-Büro und der Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

Mathildenhöhe: Hohe Parkgebühren zur Verkehrsberuhigung

Als Alternative zum Parkscheinautomaten wird die Stadt das Entrichten der Parkgebühren mit Mobiltelefonen anbieten. Diese Zahlungsmethode wird bereits in der Innenstadt, in Bessungen-Nord und im Kapellplatzviertel angeboten und nun um das Quartier Mathildenhöhe ergänzt.

Der Magistrat begründet die hohen Parkgebühren im Quartier rund um die Künstlerkolonie damit, dass nun „verstärkte Anstrengungen der Stadt zum Schutz und Erhalt des Ensembles“ erforderlich seien. Die Verkehrsberuhigung des Quartiers sei „ein entsprechender Beitrag“ hierfür.

Weil die Stadt mit der Eintragung in die Welterbeliste auch einen deutlichen Anstieg des Tourismusverkehrs erwartet, müssten auch einige besondere Straßenabschnitte in dem Gebiet, die etwa mit kleinen Mosaiksteinen gepflastert sind, entsprechend geschützt werden.

Von Montag, 2. August, an wird ein kostenfreier Welterbe-Shuttlebus von der Darmstädter Innenstadt zur Mathildenhöhe hinauf und wieder zurückfahren.

Zum Weiterlesen: Mathildenhöhe Darmstadt und Grube Messel gemeinsam touristisch vermarkten: Der SPD-Landtagsabgeordneter Bijan Kaffenberger schlägt eine Kooperation zwischen der Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg vor.

Welterbe Mathildenhöhe Darmstadt: Ein Titel, der verpflichtet: Die Maxime des letzten Darmstädter Großherzogs Ernst Ludwig „Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue frisch zu wagen!“ ist Auftrag, den Identifikationspunkt weiterzuentwickeln. Der Kommentar.

Mathildenhöhe Darmstadt: „Wir sind Welterbe!“: Zehn Jahre harte Arbeit, nun der Triumph: Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt ist Unesco-Welterbe. In der Stadt und im Land ist die Freude über die Auszeichnung groß.

Unesco-Welterbe-Antrag: „Darmstadt ist für Besucheranstieg gewappnet“: Im Interview mit der Frankfurter Rundschau, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), was der Welterbe-Titel für Darmstadt bedeuten würde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare