1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Pädagogisch freie Hand

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

In vier Krabbelgruppen und zwei Waldkindergärten werden die Kinder betreut.
In vier Krabbelgruppen und zwei Waldkindergärten werden die Kinder betreut. © Roman Grösser

Der Kita-Förderverein von Technischer Universität und Hochschule besteht seit 25 Jahren. Eine erste Krabbelgruppe entstand in der Hügelstraße.

Alles begann mit einer von Studenten mit Kindern initiierten Krabbelgruppe. 1986 wurden in der Hügelstraße vormittags die ersten Kinder unter drei Jahren betreut. 25 Jahre später gibt es vier Krabbelgruppen, zwei Waldkindergärten und Unikita, den Förderkreis Kinderbetreuung an der Technischen Universität und der Hochschule Darmstadt. Das erste Domizil in der Hügelstraße wurde im Lauf der Jahre um Standorte in der Robert-Schneider-Straße und auf der Lichtwiese erweitert. Insgesamt stehen 80 Betreuungsplätze zur Verfügung.

Tabea Kaden, deren Tochter in die „Waldhörnchen“-Gruppe an der Lichtwiese geht, hat vor allem „das sympathische Konzept“ von Unikita überzeugt.

Plätze auch für Uni-Fremde

Denn nicht nur die Zahl der Betreuungsplätze hat sich erhöht, auch die Betreuungszeiten passten sich den geänderten Bedürfnissen der Eltern an: Die Beschränkung auf den Vormittag ist längst passé, alle Gruppen sind auf Ganztagesbetrieb umgestellt.

„Als sehr positiv empfinde ich zudem das gute Verhältnis zwischen den Eltern und zu den Mitarbeitern“, sagt Kaden. Und Matthias Homann vom Unikita-Vorstand, dessen drei Kinder mittlerweile alle Gruppen des Fördervereins besucht haben, ergänzt: „Das ist auch notwendig, denn ohne das Engagement der Eltern würde das Ganze nicht funktionieren. Wer nur eine Dienstleistung abrufen möchte, ist bei uns an der falschen Stelle.“

Konkret heißt das: Die Eltern müssen beim Einkauf fürs Frühstück, beim Kochen des Mittagessens, beim Wäsche waschen, bei der Gartenarbeit oder Hausmeistertätigkeiten mit anpacken. „Und natürlich legen wir Wert auf Verlässlichkeit, denn sonst funktioniert das Ganze nicht“, betont Tabea Kaden. 18 fest angestellte Erzieher wollen bezahlt werden, dazu kommen Praktikanten und bald als Ersatz für Zivildienstleistende Beschäftigte im Bundesfreiwilligendienst. Homann: „Das sieht ganz gut aus. Eine Zusage haben wir schon und mit weiteren Interessenten sind wir im Gespräch. Anscheinend ist die Arbeit bei uns recht attraktiv.“

Dazu mag auch beitragen, dass jede Betreuungsgruppe für sich selbst die pädagogische Marschrichtung festlegt. Vom Trägerverein gibt es dazu keine Vorgaben. Eltern und Betreuer einer Gruppe tauschen sich regelmäßig aus, die Erzieher halten Kontakt.

Finanziert wird der Betrieb zu 75 Prozent von der Stadt. Elternbeiträge, Landeszuschüsse, Allgemeiner Studentenausschuss, Studentenwerk und Spenden stellen den restlichen Bedarf sicher. Dabei stünden die Plätze keineswegs nur den Kindern von Studenten oder Mitarbeitern der TU oder der Hochschule Darmstadt offen, betont Homann. „Zu uns kann jeder kommen, Hauptsache, er passt in unseren Verein.“ (eda.)

Mit einem Fest am Biergarten auf der Lichtwiese will Unikita am Samstag, 27. August, sein 25-jähriges Bestehen feiern. Beginn ist um 11 Uhr.

Auch interessant

Kommentare