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Optimisten beim Hindernislauf

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Der Oberbürgermeister und der Bauleiter bewerten den Stand der City-Sanierung positiv. Der Kostenplan werde eingehalten und es komme zu keinen weiteren Verzögerungen.

So ganz sind sie ja nicht im Zeitplan mit der Umgestaltung von Teilen der Innenstadt. Aber wenn man zur Bewältigung einer Mammutaufgabe vier bis sechs Wochen länger brauche als geplant, sei das noch immer vertretbar.

Das erklärte der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt am Donnerstag auf dem Friedensplatz bei einem Rundgang mit Baufachleuten und Pressevertretern. Und er billigte Gunnar Lange und seinen Arbeitern die vom Bauleiter beantragte Note 2 ohne Zögern zu. Wassermassen und Morast nach Starkregen, aber auch von Lange beschriebene unliebsame Überraschungen beim Aufgraben des Geländes seien natürlich nicht im Voraus einplanbar.

Wie sich der Bauleiter keine Sorgen macht, dass weitere Verzögerungen hinzukommen, geht der OB davon aus, dass der Kostenplan eingehalten wird. Gerade auf dem Bau ist Zeit Geld. Arbeiter und Maschinen werden länger benötigt, mit zusätzlichen Einsätzen an Samstagen will man einen Teil der eingetretenen Zeitverluste wettmachen, auch das kostet. Doch Burghardt erklärt, man habe als Auftraggeber „auf ein paar Sachen verzichtet“ und liege deshalb im Rahmen des Budgets.

Auch für Gewerbetreibende interessanter

Lange berichtete, die Arbeiter gäben alles. Ihnen bei großer Hitze in die Abende hinein Überstunden zuzumuten, sei nicht drin. „Die Männer sind erschöpft.“ Bislang arbeitsfreie Samstage zu nutzen, um bis zum Riesling-Sonntag (9. Oktober) etwas von der verlorenen Zeit aufzuholen, sei dagegen möglich. Wie Frank Kohmann, Leiter des Fachbereiches Umwelt und Planung, hofft wie auch der Bauleiter, dass die Anwohner die Lärmbelastung an diesen Samstagen hinnehmen. Immerhin dauern die Arbeiten dann insgesamt weniger lang. Burghardt und Kohmann befanden, schon jetzt könne man beim Blick auf den Friedensplatz den besseren Zuschnitt mit einem günstigeren Verhältnis zwischen Fahrbahnen und Fußgängerflächen erkennen.

Günstiger nicht nur, weil Spielflächen für Veranstalter merklich wachsen. Burghardt merkte an, der Platz werde auch für Gewerbetreibende weitaus interessanter. Etwa einen Mieter für den leerstehenden Laden an der Ecke zur Waldstraße zu finden (ehemals Trinkaus) werde leichter fallen. Die davor wachsende nutzbare Fläche vermehre die Attraktivität des Standortes. Der ganze Platz werde – auch wegen kommender Fahrradstreifen – fußgängerfreundlicher. Die Bäume seien in guter Verfassung.

Binnen 14 Tagen sollen Betonfahrbahnen entstehen, die weitere vier Wochen später auch mit Bussen belastbar sein sollen. Ende September will man mit dem Asphaltieren beginnen, im Oktober die zurzeit noch befahrene andere Seite des Friedensplatzes aufreißen. Kohmann und Lange erläuterten, der Fortgang in der Frankfurter Straße hänge wesentlich von Fortschritten auf dem Friedensplatz ab. Burghardt verkündete, Gastronomen auf dem Marktplatz könnten bereits aufatmen. Auf einem fertiggestellten Teil hätten schon wieder die ersten Gäste Platz genommen. (ers)

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