Rüsselsheim

Gegen Sophie Opel

Auch die Linke/Liste Solidarität lehnt den Schulname Sophie Opel ab. Denn Sophie Opel sei der „militaristischen, die Arbeiterbewegung unterdrückende Monarchie eng verbundenen“ gewesen und habe als Unternehmerin von ihr profitiert.

Nach dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Rüsselsheim spricht sich auch die Linke/Liste Solidarität gegen eine Benennung der neuen Kooperativen Gesamtschule in Rüsselsheim nach Sophie Opel aus. Weiter bekräftigt die Liste ihre Kritik an Verfahren der Namensvergabe „durch einen dazu weder demokratisch noch durch Gesetz legitimierten Kreis“ sowie die Erstellung eines von der Stadt bezahlten Logos mit dem Namen kritisierte.

Die Linken fordern eine „gründliche öffentliche Diskussion unter Beteiligung der künftigen Schulgemeinde“, auf die ein Vorschlag durch die Schulkonferenz und die endgültige Festlegung des Namens durch die Stadtverordnetenversammlung folgen soll.

Auch inhaltlich will die Linke den Namen Sophie-Opel-Schule für die im Gebäude der früheren Friedrich-Ebert-Schule neu entstandene Schule nicht akzeptieren. Sophie Opel sei der „militaristischen, die Arbeiterbewegung unterdrückende Monarchie eng verbundenen“ gewesen und habe als Unternehmerin von ihr profitiert. „Wäre nicht, sofern der Name Friedrich Ebert nicht doch übernommen würde, zum Beispiel Sophie Scholl als Vorbild für eine humanistische und widerständige Haltung geeigneter?“, fragt die Linke. (ers)

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