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Ohne Kleingeld zum Ticket

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Die Bildschirme reagieren auf leichten Fingerdruck.
Die Bildschirme reagieren auf leichten Fingerdruck. © Völker

Bis 2013 sollen die Straßenbahnen der Heag Mobilo neue Fahrkartenautomaten bekommen. Der Austausch soll Ende des Jahres beginnen. Derzeit testet das Unternehmen die Bedienungsfreundlichkeit der neuen Geräte.

Ab Ende 2011 werden die Geräte in den 48 Triebwagen ausgetauscht, die alten Automaten finden dann vorerst in den derzeit 30 Beiwagen Platz, in denen es bislang keine Bezahlmöglichkeit gibt. Ab Ende 2012 werden dann auch die Anhänger umgerüstet.

Die Bedienungsfreundlichkeit der neuen Geräte wird derzeit von der Heag getestet. „Die derzeitigen Automaten sind bezogen auf die Rechnerleistung und Geschwindigkeit in die Jahre gekommen“, begründet Vertriebsleiter Alwin Mohrhardt den Austausch. Dies sei ein Grund, warum in den Straßenbahnen derzeit nur Einzel- und Tageskarten gelöst werden könnten. Künftig sollen mehr Tickets abrufbar sein.

Testgeräte im Kundencenter

Zudem seien die zehn Jahre alten Automaten nicht benutzerfreundlich: Lediglich Münzgeld könne eingeworfen werden, die neuen Geräte sollen auch Scheine und EC-Karten akzeptieren und zudem auf leichten Fingerdruck auf dem Bildschirm reagieren.

Das hat Meinhard Dausin beim Test gestern im Kundencenter am Luisenplatz ausprobiert. Zwei Geräte stehen zur Wahl, die sich vor allem in ihrer Größe unterscheiden: Der eine Apparat ist mannshoch und massig, der andere schmaler, kleiner und von der Optik her mit jenen vergleichbar, die derzeit in den Straßenbahnen montiert sind.

„Ich möchte eine Neun-Uhr-Karte kaufen“, sagt Dausin. Intuitiv lässt der Senior seine Finger über den Monitor gleiten. „Die Ziffern sind groß genug“, urteilt er, „bislang sieht man sie eher schlecht.“

Für Layla Alhennawi ist wichtig, dass die Geräte Scheine akzeptieren. Zu Testzwecken schiebt sie Geldscheine in den dafür vorgesehenen Schlitz, die sie nach dem Testkauf wieder zurückerhält. Ihre Fazit: „Die Automaten sind gut ausgestattet.“ Auch Mohamed Abtillahi freut sich über die vielen Bezahlmöglichkeiten, möchte aber wissen, wie die Sicherheit beim Ticketkauf mit der EC-Karte gewährleistet ist.

Alwin Morhardt kann die Sorge verstehen und nur zum Teil entkräften. Die Bahnen sind zwar mit Kameras ausgestattet, eine Diskretionszone bei der PIN-Eingabe lasse sich aber nicht einrichten. Zu genau solchen Fragen will die Heag daher ein Stimmungsbild erhalten und lässt im Kundencenter Fragebögen ausfüllen. Nach der Auswertung der Bögen beginnt die Ausschreibung für die Automaten. Für die rund 80 Automaten rechnet die Heag mit Kosten zwischen 1,6 Millionen und zwei Millionen Euro. ( eda)

Ausprobiert werden können die Geräte bis 28. Februar im Kundencenter am Luisenplatz , werktags von 8 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr.

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