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Öffnender Blick in die Welt

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Großzügig und hell sind die Räume in der Kindergrippe am Bahnhof in Wixhausen.
Großzügig und hell sind die Räume in der Kindergrippe am Bahnhof in Wixhausen. © Guido Schiek

Die neue Krippe am Bahnhof in Wixhausen hat den Kindern viel zu bieten. 30 Kinder zwischen einem und drei Jahren sollen in dem zweigeschossigen Gebäude einmal betreut werden.

Große, fast bis zum Boden reichende Fenster geben den Kindern den Blick nach draußen frei. Über den geräumigen, langen Flur können sie frei von einem Gruppenraum in den anderen laufen. Im hinteren Bereich lädt eine große, mit Spielgeräten gespickte Sandfläche zum Toben ein. Die neue Kinderkrippe an der Ecke Bahnhof- und Falltorstraße in Wixhausen zeichnet sich in der Architektur wie beim pädagogischen Konzept durch größtmögliche Offenheit aus.

30 Kinder zwischen einem und drei Jahren sollen in dem zweigeschossigen Gebäude einmal betreut werden. „Im September haben wir mit sechs Kindern angefangen. Jeden Monat kommen sechs weitere hinzu“, erklärt Gabi Barth, Leiterin der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“. An diese einzige städtische Betreuungseinrichtung in Wixhausen ist die neue Kinderkrippe organisatorisch angegliedert.

„Wir gehen bei der Eingewöhnung ganz behutsam vor und lassen den Kindern viel Zeit, neue Bindungen aufzubauen“, so Barth. In drei Gruppen werden die Kinder von zwei Leitungskräften und sieben Erzieherinnen (Voll- und Teilzeitkräfte) von 7 bis maximal 17 Uhr betreut. „Wir verfolgen dabei ein offenes pädagogisches Konzept, bei dem die Begleitung der Kinder auf ihrem Lernwerg im Mittelpunkt steht“, sagt Gabi Barth.

Jedes Kind kann jederzeit zu einer anderen Gruppe wechseln. Und den ebenfalls als Spiellandschaft gestalteten Flur nutzen sowieso alle Kinder gemeinsam. Dort lockt zudem eine „Höhle“, in die die Kinder über große runde Öffnungen krabbeln können. Der Raum unter der Treppe wurde so wirkungsvoll zum kindlichen Abenteuerspielplatz umfunktioniert.

Verkehrsgünstige Lage

„Der Bau und die Ausstattung hier sind erstklassig“, strahlt denn auch Jugendamtsleiter Thomas Gehrisch. Jeder Gruppenbereich hat eine individuell gestaltete Spiellandschaft, Bad und Schlafraum. Im Obergeschoss kann in einem großen Gemeinschaftsraum auf Matten getobt oder die Geschicklichkeit an Kletterelementen ausgetestet werden.

„Zu beobachten, was draußen los ist, ist für die Kinder so faszinierend wie Kino“, freut sich Gabi Barth über die bis fast zum Boden reichenden Fenster, über die der Betrieb auf der Bahnhofstraße hautnah miterlebt werden kann. „Vor allem der Bus ist für die Kinder ein Highlight.“ Ausdrücklich lobt Thomas Gehrisch die zentrale, verkehrsgünstige Lage der Kinderkrippe: „Für viele Eltern ist das ein großer Vorteil.“ Außerdem sei der sich allseits öffnende Blick nach draußen auch Ausdruck für den Wunsch, dass die Krippe ein integraler Bestandteil Wixhausens sein soll.

Entworfen wurde das l-förmige Bauwerk, das sich durch drei getrennte, mit Satteldach abgeschlossene Gebäudeteile im Obergeschoss auszeichnet, vom Darmstädter Architekturbüro Matthias Schrimpf. Das Haus wurde in Holzrahmenbauweise errichtetet und bietet eine Nutzfläche von rund 800 Quadratmetern.

Die Finanzierung übernahmen die Stadt (1,6 Millionen Euro) sowie der Bund (450 000 Euro). „Das Ziel, für fünfzig Prozent der U3-Kinder Krippensplätze anzubieten, haben wir für Wixhausen damit mehr als erfüllt“, bilanziert Thomas Gehrisch. (wka)

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