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Notunterkunft im Bürgerpark Darmstadt wird aufgegeben

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Von: Annette Schlegl

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Darmstädter Feuerwehrleute hatten im März die Notunterkunft an der Alsfelder Straße für Flüchtlinge aus der Ukraine eingerichtet.
Darmstädter Feuerwehrleute hatten im März die Notunterkunft an der Alsfelder Straße für Flüchtlinge aus der Ukraine eingerichtet. © ROLF OESER

Weil weniger Flüchtlinge aus der Ukraine nach Darmstadt kommen, soll die Halle zwischen dem Berufsschulzentrum und dem Nordbad wieder für den Sport zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Wochen sind immer weniger Schutzsuchende aus der Ukraine in Darmstadt angekommen. Der Krisenstab der Stadt hat deshalb beschlossen, die Notunterkunft an der Alsfelder Straße am Bürgerpark zurückzubauen.

In der Sporthalle am Bürgerpark wurde Ende März Platz für bis zu 570 Personen geschaffen. Sie wurde jedoch nicht für die Erstunterbringung genutzt, sondern nur als Notreserve vorgehalten. Voraussichtlich ab der Pfingstwoche kann die Halle nun wieder für den Sport genutzt werden.

Wie die AG „Unterbringung“ berichtet, ist die Zahl der in Darmstadt Schutzsuchenden erstmals seit Beginn der Erhebungen zurückgegangen. Aktuell sind 1510 Geflüchtete aus der Ukraine offiziell in der Stadt registriert, das sind 53 Personen weniger als bei der letzten Erfassung. 474 von ihnen sind in Hotels untergebracht, 85 vom Amt für Soziales und Prävention in private Haushalte vermittelt worden und 636 bei Freunden, Familie oder Bekannten untergekommen. 315 Geflüchtete haben bereits eine eigene Wohnung in Darmstadt gefunden. Einige bei Freunden wohnende Schutzsuchende kehren schon wieder in die Ukraine zurück.

In der vergangenen Woche wurden im Darmstädter Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) 58 Beratungsgespräche zur Aufnahme von ukrainischen Kindern und Jugendlichen in die Darmstädter Schulen durchgeführt. Der Großteil entfiel auf die Sekundarstufe (44), gefolgt von den Intensivklassen (12) und den Grundschulen (2). Wie das Staatliche Schulamt berichtet, gibt es auch weiterhin genügend freie Plätze für alle geflüchteten schulpflichtigen Kinder.

Ab Anfang Juni wird sich der Krisenstab – die Arbeitsgruppe aus städtischer Verwaltung, Stadtwirtschaft, Berufsfeuerwehr und weiteren Akteuren – nur noch einmal wöchentlich treffen. „Je nachdem, wie sich die Situation der geflüchteten Menschen in Darmstadt und auch die Zahl der Neuankömmlinge entwickelt, kann die Taktung der Treffen auch wieder schnell hochgefahren werden“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

Die Planungen für die Spendenaktion der Bauverein AG zur Unterstützung von Darmstadts ukrainischer Partnerstadt Ushgorod sind kurz vor dem Abschluss. Der Hilfstransport mit sieben Paletten Lebensmitteln, Hygieneartikeln, zwei Krankenhausbetten und mehreren Rollstühlen wird wie geplant am 31. Mai aufbrechen. ann

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