1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Note 6 für die Radwege

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Boris Halva

Kommentare

Der ADFC bemängelt die Sicherheit der Radwege. Die Stadt preist den Lückenschluss.

Für rund 300 000 Euro baut die Stadt Darmstadt eine Radwege-Verbindung von der Innenstadt zum Uni-Campus Lichtwiese aus. Die Arbeiten entlang der Eugen-Kogon-Straße bis hin zum Vivarium sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Während Verkehrsdezernentin Barbara Boczek (Grüne) den Ausbau dieser Radwege als „wichtigen Lückenschluss im innerstädtischen Radwegenetz“ preist, belegt andererseits der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club ADFC in der aktuellen Ausgabe seines jährlichen Fahrradklima-Tests einen Abstieg Darmstadts.

755 Teilnehmer hätten laut ADFC im Jahr 2016 das Radfahr-Klima in Darmstadt bewertet – „mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren“, wie es in der Mitteilung heißt. Bundesweit sei die Wissenschaftsstadt von Platz sieben auf Platz neun abgerutscht. „Überproportional verschlechtert“ habe sich die Bewertung der Sicherheit beim Radfahren: „Hindernisse auf Radwegen, die Verfügbarkeit von Wegen für jüngere oder ältere Radler sowie die Konflikte mit Fußgängern wurden deutlich schlechter bewertet.“ Die Duldung von parkenden Fahrzeugen auf Radwegen benoteten die Darmstädter mit der Schulnote 5+.

Mehr als 50 Prozent der befragten Radler verpassten den Ampelschaltungen die Note ungenügend. Den baulichen Zustand der Fahrradwege beurteilte ein Drittel der Befragten „mit einer glatten 6 für die vielen holprigen Radwege“. Auch die Zurücknahme einzelner Einbahnstraßen-Regelungen, etwa zwischen Klappacher Straße und Karlstraße, hält der ADFC für „nicht zielführend“.

Positiv entwickelte sich die Bewertung der Verfügbarkeit von Leihfahrrädern. Weiterhin gut bewerteten die Darmstädter die Möglichkeiten, Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln mitzunehmen. boh

Auch interessant

Kommentare