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Noch familienfreundlicher

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Nachmittags bekommen die Schüler Hilfe bei den Hausaufgaben.
Nachmittags bekommen die Schüler Hilfe bei den Hausaufgaben. © Roman Grösser

Die Darmstädter August-Zinn-Schule will ihr Ganztagsangebot ausbauen und kann dabei auf die Förderung durch das Land und die Stadt setzen

Mittagessen in der Darmstädter August-Zinn-Schule: Robin und Nico aus der Klasse 1?a, beide sechs Jahre alt, langen kräftig zu. „Es schmeckt prima“, sagt Robin, Nico stimmt ihm nickend zu. Heute stehen Chicken Chips mit Reis auf dem Speiseplan des Caterers, dazu Salat, zum Nachtisch Pudding.

Die Zinnschule will ihr Ganztagsprogramm ausbauen. Sie ist eine von drei Darmstädter Grundschulen, die mit diesem Schuljahr ins Ganztagsprogramm des Landes aufgenommen worden sind. Dafür gibt es jährlich rund 11.000 Euro. Darüber hinaus erhält die Schule von der Stadt 10.000 Euro aus dem Programm Familienfreundliche Schule. Die Ganztagsbetreuung wird von Land, Stadt, Schule und Jugendhilfeträger gemeinsam gestaltet.

Betreuung bis 16 Uhr geplant

Zwischen 11.20 und 14.30 Uhr gibt es Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung, beides in hellen Räumen des Neubaus. Bis 15.30 Uhr können die Kinder Arbeitsgruppen besuchen: Bläserklasse, Flöten- und Theaterspiel, Literatur, Sport, Tennis, Fischer-Technik. Durchschnittlich zehn bis 15 Kinder nehmen teil, angeleitet überwiegend von Eltern und pensionierten Lehrern.

Um halb drei hole ihn seine Mutter ab, erzählt Robin, und weil es heute keine Hausaufgaben zu machen gibt, wolle er mit Nico im Nebenraum eine Achterbahn bauen. Doch die Mädchen haben den Spielraum schon in Besitz genommen – für eine Theateraufführung. Die Jungs grämen sich nicht, holen einen Fußball und kicken auf dem Hof.

43 Kinder nehmen das Angebot derzeit wahr, auf 60 möchte die Schule wegen der gestiegenen Nachfrage aufstocken, sagt Rektorin Sigrid Faßbender-Stuhlmann. Augenblicklich kostet das Angebot – das pro Ferien eine Woche einschließt – monatlich zwischen 66 und 150 Euro, Mittagessen inklusive, sagt Sozialpädagogin Christina Belotti vom Trägerverein.

Zukünftig soll die Betreuung an den fünf Tagen bis 16 Uhr erweitert werden. Faßbender-Stuhlmann hofft, das neue Konzept mit Beginn des kommenden Jahres umsetzen zu können. Etwas länger warten muss die Schulleiterin wohl, bis sich ein anderer Wunsch erfüllt. Sie möchte einen Teil der Betreuung in den stillgelegten Altbau auf der Westseite verlegen. Dann wäre im Neubau Platz für die zum Schuljahr 2011/12 vorgesehene Erweiterung auf drei erste Klassen. Dafür müssten in den Räumen des Altbaus aber zunächst fehlende Brandschutztüren installiert werden. ( how)

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