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Nicht nur die Technik begeistert

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Hell und modern ist der Neubau der Bertha-von-Suttner-Schule gestaltet.
Hell und modern ist der Neubau der Bertha-von-Suttner-Schule gestaltet. © Eva Susanne Schmidt

Beim Tag der Architektur beeindruckt das neue Oberstufengebäude der Bertha-von-Suttner-Schule die Besucher. 6,3 Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

Das neue Gebäude fügt sich perfekt in die Schullandschaft der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf ein: Auf 1500 Quadratmetern lernen seit vergangenem Herbst die Oberstufenschüler der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Der Neubau wirkt großzügig, hell und modern. Viele Glasflächen holen Licht in die Räume. Große, bunte Rollos setzen nicht nur Farbakzente, sondern schirmen auch gegen die Sonne ab.

„Wir wollten dem Bestand ein Pendant entgegensetzen, das das Gebäudeensemble aufwertet“, erklärte Architekt Matthias Olf vom Büro Eßmann-Gärtner-Nieber bei der Führung durchs Gebäude. „Eine andere Formsprache entsteht durch den Dachüberstand, die vertikale Fenstergliederung und die waagerechten Rollos, die wiederum alles verbinden.“

Beim Tag der Architektur, zu dem am Wochenende in Hessen etwa 150 Gebäude zur Besichtigung geöffnet wurden, war auch die „Abi-Bertha“ dabei. An beiden Tagen nutzen die Besucher die Gelegenheit, sich das Gebäude einmal von innen anzuschauen. Der Neubau ist von Juli 2013 bis November 2014 auf dem Gelände der Gesamtschule entstanden, um den stetig steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden.

In dem Bau, für den der Kreis als Schulträger 6,3 Millionen Euro investiert hat, sind die Klassen elf bis 13 untergebracht – rund 400 Schülerinnen und Schüler. Der 75 Meter lange und 20 Meter breite Bau umfasst zwei Etagen mit 17 Klassenzimmern und zwei Fachräumen für Kunst und EDV, außerdem Toilettenanlagen, einen Aufzug, Räume für die Lehrer sowie eine mit 200 Quadratmetern ungewöhnlich große Eingangshalle.

„Eine Besonderheit sind auch die vielen Freiarbeitsbereiche in den Fluren“, so Architekt Matthias Olf. Damit auch in den Fluren Möbel stehen dürfen, sei es nötig gewesen, diese breiter anzulegen. Dadurch seien die nötigen Fluchtwege vorhanden und die Brandschutzvorgaben erfüllt.

6,3 Millionen Euro investiert

„Unser Ziel bei der Planung war es, die Besonderheiten nicht gleich sichtbar zu machen“, erläuterte Olf. So hat das komplett barrierefreie Passivhaus zum Beispiel eine hochkomplexe Lüftungsanlage, die im ersten Stock des Gebäudes auf 65 Quadratmetern untergebracht ist. Sie sorgt dafür, dass verbrauchte Luft abgesaugt wird, bläst frische Luft in die Räume und verteilt die Wärme um.

„Es zeichnet sich ab, dass alles gut funktioniert und sich die Räume nicht aufheizen“, urteilte Architekt Olf. Das System müsse sich ja in diesem Sommer erstmals bewähren. Lärmschutz ist ein weiteres großes Thema: Akustikdecken und eine akustische Pinnwand absorbieren den Schall, in den Klassenzimmern hängen Platten unter den Decken, die für eine bessere Raumakustik sorgen.

Die technische Ausstattung in den Räumen beeindruckte die Besucher. „Jeder Raum verfügt über eine Medieneinheit als Cockpit für die Klasse“, erklärte Olf. Dazu gehören immer ein Smartboard und ein Projektionsgerät. Einen Computerraum mit 24 Arbeitsplätzen gibt es außerdem. Mitgeplant wurde auch das Außengelände: Hinter dem Gebäude haben die Oberstufenschüler einen eigenen, kleinen Pausenhof im Grünen. „Auch für den Außenunterricht wird das Gelände gern genutzt“, erklärte Lehrerin Heike Buth. (eda)

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