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Nicht lange fackeln

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In der Kita Rasp-Nuri-Haus ist Betreuung auch in den Ferien  schon jetzt möglich.
In der Kita Rasp-Nuri-Haus ist Betreuung auch in den Ferien schon jetzt möglich. © Claus Völker

Grün-Schwarz investiert in die Kinderbetreuung in allen Altersstufen. Schon nach den Ferien sollen die Verbesserungen spürbar sein.

Die Stadt Darmstadt baut ihre Kinderbetreuung in allen Altersstufen aus. In einem Sofortprogramm werden fünf Millionen Euro investiert, um die Engpässe in der Betreuung der unter Dreijährigen sowie der Kindergarten- und Schulkinder zu verbessern. Dies kündigten Jugend- und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) und Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) gestern an.

In einigen Schulen gibt es direkt ab dem neuen Schuljahr mehr Betreuungsplätze. Dazu zählen unter anderem die Kästnerschule, die Bessunger Schule sowie Grundschulen in Arheilgen und Wixhausen. In einigen Schulen werden die Betreuungszeiten auf 17 Uhr ausgedehnt, was die Eltern entlasten soll. Auch die Plätze in einigen Kitas werden aufgestockt.

„In den letzten drei Wochen wurden 140 neue Kindergartenplätze geschaffen“, so Jugenddezernentin Akdeniz. Um Neubauten geht es bei dem Sofortprogramm weniger als um den Ausbau der Einrichtungen und deren optimale Ausnutzung. „Nur so können wir den akuten Bedarf lindern.“

Um diesen genau zu ermitteln, werden nicht nur die einzelnen Einrichtungen begefragt. Auch soll in Stadtteilrunden sobald wie möglich im persönlichen Gespräch mit Eltern und Initiativen herausgefunden werden, wo es klemmt, kündigt Akdeniz an.

Fünf Millionen Euro extra

Um eine Vollversorgung in der Kindergartenbetreuung sicherzustellen, müssen laut Reißer rund 300 neue Plätze entstehen. Und um eine Quote von 40 Prozent bei der U?3-Betreuung zu erreichen, was laut Bürgermeister das Ziel bis 2013 ist, muss das Angebot um 370 Plätze erweitert werden.

Um all das zu erreichen, werden die 42 Millionen Euro, die im städtischen Haushalt 2011 für Kinderbetreuung zur Verfügung stehen, auf keinen Fall gekürzt, verspricht er. Auch wird die Stadt die Unterstützung vom Land Hessen nutzen, das in diesem Jahr 1,2 Millionen Euro zum Ausbau der U?3-Betreuung zugesagt hat. „Diese Mittel haben wir bisher nicht abgerufen, und das werden wir nachholen“, kündigt Akdeniz an. Die Stadt Darmstadt wird in naher Zukunft mehr Kinder zu betreuen haben als bislang. Seit der Jahrtausendwende steigt die Geburtenrate kontinuierlich – im vergangenen Jahr waren es 1485 Babys, um die Jahrtausendwende waren es deutlich weniger. Wenn bis 2016 jedes zweite Kind in der Schule betreut werden soll, müsse man rund 3000 neue Plätze an Grundschulen und in der Sekundarstufe I einrichten, so Reißer.

Um mehr Transparenz geht es der Jugenddezernentin bei einem weiteren Projekt, das sie in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität umsetzen will: Damit Eltern mehr Planungssicherheit haben, wird ein zentrales Erfassungs- und Koordinierungssystem für alle Plätze in Darmstädter Kindertagesstätten erstellt. Dieses Internet gestützte Portal soll für jeden zugänglich sein und einen Überblick über Angebot und Nachfrage geben. ( an)

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