Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Entwurf der Architekten sieht viel Grün an und um die geplanten Gebäudeblöcke vor.
+
Der Entwurf der Architekten sieht viel Grün an und um die geplanten Gebäudeblöcke vor.

Darmstadt

Neues Quartier in Darmstadt nutzt Kaltluftströmung

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Der Bauverein, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Darmstadt, will im Norden der Innenstadt auf dem bisherigen Messplatz vom nächsten Jahr an sechs begrünte Wohnblöcke, ein Parkhaus für das Viertel und eine Kindertagesstätte errichten.

Die von der städtischen Bauverein AG geplante Bebauung des Messplatzes im Norden der Darmstädter Innenstadt, mit der möglichst 2022 begonnen werden soll, hält die Architektin und Stadtplanerin Christa Reicher für ein „spannendes Projekt“. Die Vorsitzende des Gestaltungsbeirats der Stadt Darmstadt lobte während der jüngsten Sitzung des Gremiums den interdisziplinären Ansatz, das Bauvorhaben auch mit Blick auf die besondere klimatische Situation an dieser Stelle zu entwickeln.

Vorgesehen ist, den staubigen und brachen Abstellplatz für Autos und Lastwagen, auf denen bislang die Darmstädter Frühjahrs- und Herbstmess veranstaltet wurden, in ein „urbanes, nachhaltiges und lebenswertes Wohnquartier“ zu verwandeln, wie Herbert Elfers vom Darmstädter Architektur- und Stadtplanungsbüro Planquadrat während der digitalen Beiratssitzung sagte.

Blockrandbebauung auf Messplatz in Darmstadt geplant

Geplant sind der Bau von sechs Gebäudekomplexen, eines Parkhauses sowie einer neuen Kindertagesstätte. Mit der Blockrandbebauung, die sich Elfers zufolge städtebaulich an die Gestaltung im benachbarten Martinsviertel anlehnt, soll in dem neuen Stadtquartier eine „urbane Dichte“ geschaffen werden, die zugleich Raum für die nicht unterbauten Freiflächen biete.

Im Mittelpunkt des Quartiers soll laut Elfers ein kleiner Platz als „Grüner Salon“ entstehen, der mit den angrenzenden begrünten Gebäudefassaden sowie den Café-, Restaurant- und Ladeflächen das kommunikative Zentrum des Viertels bilden werde.

Messplatz-Bebauung: Quartierszentrum mit viel Grün

Das Quartierszentrum reihe sich zudem in eine Folge von weiteren kleineren öffentlichen Plätzen ein, die über Durchgänge in den Gebäuden mit den halböffentlichen Innenhöfen verknüpft werden sollen.

Das Mobilitätskonzept sieht ein autofreies Wohnviertel mit einer zentralen Quartiersgarage am nordwestlichen Rand vor. Zudem sollen mehrere Fuß- und Radwege angelegt sowie Abstellplätze für Fahrräder und Lastenfahrräder geschaffen werden.

560 Wohnungen entstehen in sechs Gebäudeblöcken

Die geplanten Neubauten werden Raum für rund 560 Wohnungen bieten. Davon werden 45 Prozent gefördert. Architekt Elfers berichtete, dass vorgesehen sei, mit größeren Öffnungen in den Häuserfassaden die aus Richtung Osten kommende Kaltluftströmung zur Kühlung des Quartiers zu nutzen.

Der Architekt präsentierte dem Gestaltungsbeirat auch entsprechende Simulationen des Instituts für Klima- und Energiekonzepte in Kassel, um zu zeigen, dass die Strömung mittels eines „Kamineffekts“ für kühlere Temperaturen in der derzeitigen „Hitzeoase“ sorgen soll. Vorgesehen sei überdies, die Fassaden und Dächer üppig zu begrünen.

Gestaltungsbeirat der Stadt Darmstadt lobt Klimasensibilität

Die Vorsitzende des Gestaltungsbeirats sagte der FR, dem Architekturbüro sei die Aufgabe gestellt worden, die Öffnungen der Gebäudeblöcke noch stärker zu akzentuieren sowie das recht schematische Grundmuster der Gebäudestruktur zu überprüfen und differenzierter zu gestalten.

Der Aspekt der „Klimasensibilität“ des Vorhabens sei positiv bewertet worden. Das Projekt soll nach der Überarbeitung abermals dem Beirat vorgestellt werden.

Darmstadt richtet Fokus auf den sozialen Wohnungsbau: Das Darmstädter Stadtparlament hatte im Dezember 2019 mit großer Mehrheit für den Verkauf des Messplatzes an eine Tochterfirma der städtischen Bauverein AG.

Den zentralen Quartiersplatz bezeichnen die Architekten als einen „Grünen Salon“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare