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Neues Hallenbad soll 2017 fertig sein

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Sobald der Neubau fertig ist, wird das Schwimmerbecken im Freibad saniert.
Sobald der Neubau fertig ist, wird das Schwimmerbecken im Freibad saniert. © Volker Dziemballa

Der Spatenstich für das neue Rüsselsheimer Hallenbad ist für April geplant. Durch die Bauarbeiten wird der Freibadbetrieb im kommenden Sommer erheblich eingeschränkt.

Am 12. März 2013 musste das Rüsselsheimer Hallenbad an der Lache kurzfristig wegen eines Defekts an der Lüftungsanlage geschlossen werden. Nun, drei Jahre später, soll mit dem Bau eines neuen Hallenbads begonnen werden. Für Anfang April ist der erste Spatenstich geplant. Die Stadtverordneten haben der Vergabe der Rohbauarbeiten zugestimmt.

Seit einigen Wochen hat man vom Brückweg aus freien Blick auf das alte Hallenbad sowie auf die Traglufthalle über dem Freibadbecken. Denn wegen der Vogelbrutzeit ist es nur bis Ende Februar gestattet, zu roden. Das neue Hallenbad soll auf der Freibadwiese zum Brückweg hin entstehen. Die gefällten Bäume würden aber durch Neupflanzungen ersetzt, erläuterte Simon Wenger von der Firma WSP aus Würzburg, die das Projekt betreut. Dies wird aber noch einige Zeit dauern, voraussichtlich bis Mitte 2018. Denn erst, wenn das alte Hallenbad abgerissen ist, kann der Außenbereich des Freibads neu angelegt werden.

Erster Schritt ist der Bau des neuen Hallenbads. Dieses ist als funktionales Sportbad konzipiert, ohne Sprungturm oder Spaßbereich mit Rutsche, wie es ihn bisher gegeben hatte. Ansonsten wäre ein Neubau angesichts der Finanzlage der Stadt überhaupt nicht möglich gewesen.

Freibadbetrieb erheblich eingeschränkt

An die eigentliche Schwimmhalle schließt sich ein etwas flacher gehaltener Umkleiden- und Eingangsbereich an. Dieser kann erst dann vollständig gebaut werden, wie Wenger erläutert, wenn das alte Hallenbad abgerissen ist. Dieser Bereich ist so konzipiert, dass er sowohl für den Sommer- als auch Winterbetrieb genutzt werden kann – inklusive Kiosk.

Bis zum Hessentag im Juni 2017 soll das Hallenbad betriebsbereit sein. Anschließend wird das Schwimmerbecken im Freibad, das mit alten, inzwischen teils undichten Kacheln gefliest ist, mit einer Edelstahlwanne neu verkleidet. Das kleinere Becken, das bereits aus Edelstahl besteht, soll nur ein wenig aufbereitet werden. Das dort angrenzende Becken, das nach drinnen führt, entfällt künftig.

Simon Wenger ist relativ optimistisch, dass es gelingt, parallel zur Freibadsanierung das alte Hallenbad abzureißen, sodass Mitte 2018 die Arbeiten gänzlich abgeschlossen sind. Man wolle mit einem Abriss den Freibadbetrieb nicht stören, und je früher die Arbeiten erfolgten, desto weniger Kalkulationsrisiko gebe es für die ausführenden Firmen. „Es gibt technisch keinen Grund, warum man den Abbruch hinauszögern sollte“, sagt Wenger.

Die Schwimmhalle vor einem Neubau abzureißen, ist dagegen nicht möglich. Denn dann würde auch das Freibad schließen müssen und die Traglufthalle könnte im Winter nicht betrieben werden, weil die Technik im Hallenbad untergebracht ist.

Der Freibadbetrieb wird in diesem Sommer aber trotzdem erheblich eingeschränkt, da ein Großteil der Liegewiese entfällt. Auch das Planschbecken muss wegen seiner unmittelbaren Lage an der Baustelle gesperrt werden. Künftig soll die Liegewiese auf einem Teil des Geländes der heutigen Schwimmhalle entstehen, der Rest des Geländes soll vermarktet werden.

Für das neue Lachebad gibt es eine Kooperation mit den Stadtwerken, die in der benachbarten Hochschule eine Holzhackschnitzelanlage betreiben, die künftig die Wärme liefern soll. Außerdem werde das Dach so vorbereitet, dass die Installation einer Fotovoltaikanlage möglich ist. Hier sei man im Gespräch mit der Bürgerenergie Untermain, erklärte Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU), als er das Modell vorstellte. (ers)

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