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Neues Gesicht für den Westen

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Zwischen Gräfenhäuser Straße und Carl-Schenck-Ring entstehen Lagerräume.
Zwischen Gräfenhäuser Straße und Carl-Schenck-Ring entstehen Lagerräume. © Claus Völker

Am Tacke-Knoten entsteht ein fünfstöckiges Lagerhaus mit 1100 Mietboxen. Entworfen wurde der Bau von dem Hamburger Architekten Norbert Riedel.

Auswärtige Besucher etwa aus Richtung Weiterstadt – vielleicht von Segmüller oder Loop 5 –, die erstmals nach Darmstadt kommen, haben es nicht leicht. Sie passieren das Ortsschild und müssen die Fahrbahnverengung in der tunnelartigen Sechsfach-Bahnunterführung meistern. Nun geht es leicht bergauf in ein heilloses Spurengewirr, Einheimische kennen es als Tacke-Knoten.

Natürlich kann es der Neuankömmling keine Sekunde lang riskieren, den Blick von den Fahrbahnmarkierungen zu heben. Tut er es doch, so wird er sich zwar unweigerlich falsch einordnen, dafür aber eine bemerkenswerte Bebauung rundum registrieren. Neben dem Contel-Hotel mit seinem Retro-Charme besteht sie vor allem aus Stahlblechfassaden – grün beim Mömax, hellgrau bei Top Wash und TÜV Süd.

Nur geradeaus herrschte gähnende Leere, seit im Jahr 2013 der gläserne Autoturm abgerissen wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand das Smart-Center schon zwei Jahre leer. Danach beherrschten zwei weitere Jahre lang Bauschutthaufen die Szenerie. Erst jetzt bekommt Darmstadt an seinem nordwestlichen Eingang wieder ein Gesicht.

Das Wiesbadener Unternehmen Prime Selfstorage errichtet im 45-Grad-Winkel von Gräfenhäuser Straße und Carl-Schenck-Ring ein fünfstöckiges Gebäude, in dem Kleinlagerflächen angemietet werden können. Insgesamt 1100 Mietboxen unterschiedlicher Größe sollen auf 7500 Quadratmetern Gesamtfläche untergebracht werden.

„Wir sind uns der Verantwortung an dieser Stelle bewusst“, versichert Prime-Geschäftsführer Martin Brunkhorst. Daher werde an der halbrunden Gebäudefront deutlich mehr Glas zu sehen sein als bei Lagerhäusern sonst üblich. Mit den Arbeiten sei man drei Wochen vor dem Zeitplan; in zwei Monaten sei Richtfest.

Entworfen wurde der Bau von dem Hamburger Architekten Norbert Riedel. Vier dauerhafte Arbeitsplätze will Prime Selfstorage in dem Lagerhaus schaffen; weitere Jobs entstünden im „nachgelagerten Bereich“, etwa beim Marketing, sagt Brunkhorst.

Aktuell wird die zweite Etage des Neubaus betoniert. „Das Wetter meint es gnädig mit uns“, freut sich der Geschäftsführer über das trockene Frühjahr. Falls alles glattgehe, könne das Kleinlagerhaus noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen, ansonsten Anfang 2016.

In jedem Fall werde es eine „richtig große Eröffnung“ mit entsprechender öffentlicher Feier geben, verspricht Martin Brunkhorst. (bad)

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