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Darmstadt

Neuer Heizspiegel

Der neue Darmstädter Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme.

Trotz sinkendem Verbrauch müssen die Darmstädter für ihre Heizkosten tief in die Taschen greifen. Durchschnittlich 820 Euro kostete 2008 das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl. Mieter mit Erdgasheizung zahlten 680 Euro, die Heizkosten für Fernwärme betrugen 940 Euro. Das geht aus dem Heizspiegel Darmstadt 2009 hervor, den das Agenda-Büro mit der gemeinnützigen CO2-online GmbH und mit finanzieller Unterstützung des Energieversorgers Entega veröffentlicht.

Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Er ist einer von 45 kommunalen Heizspiegeln, die in der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne veröffentlicht werden.

Darmstadt hatte zuletzt einen Heizspiegel für 2004 veröffentlicht. Im Vergleich dazu haben die Darmstädter vergangenes Jahr fast elf Prozent weniger Heizenergie verbraucht.

Sparpotenzial in Wohnhäusern

"Das Abrechnungsjahr 2004 war etwa fünf Grad kälter als 2008", sagt Jens Bolze, Leiter des Agenda-Büros. "Daher geht die Differenz zum großen Teil auf Gebäudesanierungen und sparsameres Heizverhalten zurück." Dennoch sind die Heizkosten im Vergleich zu 2004 gestiegen - um 44 Prozent bei Heizöl, elf Prozent bei Erdgas und 29 Prozent bei Fernwärme. Grund sind die gestiegenen Energiepreise und Heiznebenkosten.

Oberbürgermeister und Umweltdezernent Walter Hoffmann ist sicher: "Unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise besteht in vielen Wohnhäusern ein enormes Sparpotenzial. Derzeit haben nur acht Prozent der Mehrfamilienhäuser eine gedämmte Fassade. In mehr als der Hälfte der Gebäude sorgt noch ein alter, ineffizienter Heizungskessel für warme Heizkörper. Würden diese Sanierungsmaßnahmen kombiniert umgesetzt, könnte sich der Heizenergieverbrauch mehr als halbieren."

Der Heizspiegel Darmstadt umfasst neben einem Faltblatt und Energiespar-Ratgebern im Internet auch einen kostenlosen schriftlichen Heizgutachten-Service vom Fachmann. Das Gutachten zeigt, wo und in welchem Umfang Sanierungspotenzial besteht und ob die zuletzt gezahlten Heizkosten im Schnitt lagen.

Innerhalb weniger Wochen erstellt der Kooperationspartner der Stadt, die CO2-online gGmbH in Berlin, die Auswertung mit Empfehlungen für die nächsten Schritte. Mieter erhalten zudem eine fachliche Stellungnahme, mit der sie ihre Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren können. Eine Befragung hat ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Mieter das Heizgutachten an ihre Vermieter weiterleiten. Jeder Vierte reagiert mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierungsmaßnahme. (ers)Den Heizspiegel 2009 gibt es als kostenlose Broschüre unter anderem im Bürgerberatungs- und Informationszentrum, Luisenplatz 5 a, in den Bezirksverwaltungen Arheilgen, Wixhausen und Eberstadt sowie im Internet auf www.agenda21.darmstadt.de.

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